Veröffentlicht in Lifestyle, Motivierendes

Gedanken zum Frühaufstehen – und wenn’s mal nicht nach Plan läuft…

Hier sitze ich wieder und halte mich nicht an meine To-do-Liste. Sätze und Themen schwirren mir durch den Kopf, während ich andere Dinge tun sollte. Zu schreiben: ich liebe es einfach. Und nichts bringt mich bei fehlender Motivation mehr in Gang als das zu tun, was ich liebe.

Ja, eigentlich wollte ich für diesen Donnerstag einen tollen Beitrag darüber schreiben, wie gut das mit meinem Frühaufstehen-Vorhaben geklappt hat – inklusive 10 tollen Tipps, übersprudelnder Motivation, Hahstag #Selbstdisziplin und so, ist doch klar! Ich würde wirklich gern davon berichten, wie gut es geklappt hat, aber das wäre eine Lüge. Mein Plan war es, jeden Tag um 6:30 aufzustehen, auch wenn ich es nicht musste. Ich hatte mir von Anfang an den Freiraum gegeben, diese Uhrzeit je nach Verlauf meines „Experiments“ anzupassen. Aber selbst das hat nicht wirklich funktioniert.

Warum es auf einmal nicht mehr geklappt hat

Die ersten Tage als Frühaufsteher liefen super! Ich war motiviert, hatte ein konkretes Vorhaben und los ging’s. Und ich muss gestehen, ein paar Motivations-Videos bei YouTube haben dabei auch geholfen. Aus denen hatte ich mir zum Beispiel mitgenommen, bloß nicht die Snooze-Taste zu drücken. Auch das funktionierte in den ersten Tagen. Ich wälzte mich zwar noch ein paar Minuten im Bett, aber mein Kopf war wach: Bloß nicht noch einmal einschlafen!

Und ich liebte die Morgende. Es ist ein tolles Gefühl, wach zu sein, wenn die Welt noch zu schlafen scheint, vor allem in den dunklen Jahreszeiten. Mir hilft das freiwillige Frühaufstehen sogar dabei, mit der Dunkelheit etwas Positives zu assoziieren. Ich zündete mir Kerzen an und nahm mir mehr Zeit als sonst zum gemütlichen Kaffeetrinken und Bibel lesen, auch mal mehr als ein Kapitel. Und ich frühstückte erst danach, wenn ich auch wirklich Hunger hatte. Ich nahm mir Zeit, mein Bett zu machen und auch Frühsport wurde regelmäßiger Bestandteil meines Morgens. Da ich es in den ersten Tagen schaffte, früh genug ins Bett zu gehen, hatte ich alles in allem genug Schlaf und war durch mein neues Vorhaben nicht ungewöhnlich müde.

Genau das stellte sich jedoch als Dreh- und Angelpunkt des gesamten Vorhabens heraus: früh ins Bett gehen. Ich bemerkte, dass ich es nicht dauerhaft schaffen konnte, früh aufzustehen, wenn ich nicht früh genug schlief. Das geht sicherlich immer mal wieder, aber mein Körper macht es nicht alltäglich mit. Mein Alltag ist momentan sehr bunt und jeder Tag anders. In den letzten Wochen wurde es sowohl arbeits- als auch freizeitbedingt häufiger, dass ich erst sehr spät nach Hause kam. Das ärgerte mich ein wenig, denn ich merkte sofort, dass es mir einen Strich durch die Rechnung machen würde. Hinzu kommt, dass ich nicht nach Hause kommen und sofort ins Bett fallen kann. Ich benötige Zeit, damit mein Körper und Geist zur Ruhe kommen können: ein auswertendes Gespräch mit meinem Mann, etwas zu Essen, ein Buch, eine Serie, ein bisschen Gekritzel im Bullet Journal… irgend so etwas in der Art. Und diese Zeit muss ich mir auch dann nehmen, wenn ich beispielsweise erst um Mitternacht nach Hause komme.

Ich denke es war richtig, nicht sklavisch mit meinem Vorhaben umzugehen und eben doch länger zu schlafen, wenn ich erst spät einschlief. Das verlief dann von Tag zu Tag recht unterschiedlich. Dennoch beobachtete ich mein Schlafverhalten und meine Abend- und Morgen-Rituale weiterhin genau. Und hier gibt es nun doch noch ein paar Tipps – oder eher Schlussfolgerungen für mich selbst. Aber vielleicht helfen sie ja auch dir:

1.) Tu als erstes am Tag etwas, was du gern tust.

Und damit meine ich auch solche kleinen Dinge wie Kaffee kochen oder den Partner umarmen. Oder Kerzen anzünden. Oder Musik hören. Mach etwas, was dir wirklich Freude bereitet. Denn daran kannst du sofort denken, sobald der Wecker klingelt. Nach der ersten Genervtheit über den Piepton fing ich also an, mich auf Kaffee zu freuen. Ich dachte darüber nach, dass ich mir einen gemütlichen Morgen gestalten würde. Es hilft wirklich! Genau deswegen besteht mein Vorhaben übrigens auch weiterhin. Ich möchte mir weiterhin schöne Morgende gestalten, auf die ich mich freuen kann.

2.) Schlaf soviel wie du brauchst, nicht so viel du kannst.

Selbst als ich bemerkte, dass ich es mit 6:30 nicht weiter durchziehen konnte, stellte ich mir einen Wecker. An den hielt ich mich leider nicht immer… Aber ich stellte dabei fest, dass es mir nicht unbedingt etwas brachte, „auszuschlafen“. Auszuschlafen in dem Sinne, dass man so lange schläft, bis man aufwacht. Ich bin dann häufig genauso müde wie wenn ich zu wenig geschlafen hätte. Mir hat es geholfen, herauszufinden, was die optimale Stundenanzahl an Schlaf für mich ist und mich daran zu orientieren. Es geht natürlich nicht um Minuten, sondern darum, dass der Körper regelmäßig den Schlaf bekommt den er braucht – nicht mehr und nicht weniger. Das „grenzenlose“ Ausschlafen hebe ich mir für ein paar Tage im Urlaub aus. Mir persönlich reicht das.

3.) Das Bedürfnis, ausschlafen zu wollen, könnte womöglich mehr bedeuten.

Das klingt vielleicht ein wenig hobbypsychologisch und ist es wohl auch. Allerdings konnte ich an mir selbst beobachten, dass ich (nach genügend Schlaf!) nur dann noch länger im Bett liegen bleiben wollte, wenn ich mit irgendetwas in meinem Leben nicht zufrieden war, egal was. Nun, das ist nicht ungewöhnlich – wer ist schon mal mit allem in seinem Leben zufrieden? Ich glaube auch nicht, dass wir so lange an unserem Leben „herumdoktern“ sollten, bis alle Bereich perfekt sind. Aber wenn es mir dauerhaft schwer fällt aus dem Bett zu kommen, lohnt es sich, über mögliche Ursachen nachzudenken. Was kann ich ändern? Was nicht? Habe ich tagtäglich mit jemandem zu tun, mit dem ich im Konflikt stehe? Gibt es Probleme bei der Arbeit? Ist die Wohnung dreckig? Fühl ich mich unproduktiv? Nicht jede Unzufriedenheit kann und muss auf Anhieb beendet werden. Wenn ich mich jedoch beispielsweise unwohl bei der Arbeit fühle kann ich womöglich vor der Arbeit etwas tun, was mir gefällt. Siehe Punkt 1 🙂

4.) Mach das Handy erst an, nachdem du in den Tag gestartet bist. 

Oh, an diesem Punkt muss ich noch so sehr arbeiten! Aber die paar Male, an denen ich es geschafft habe, ließen mich richtig gut fühlen. Damit es klappen kann, gibt es für mich zwei wichtige Voraussetzungen. 1. Ich habe einen separaten Wecker. 2. Ich schalte mein Handy über Nacht richtig aus. Nur so kann ich garantieren, dass es am Morgen nicht mein erster Impuls ist, What’sApp, facebook oder Ähnliches zu checken. Denn wenn ich das tue, bin ich sofort in „der Welt da draußen“ gefangen. Ich erhalte sofort neuen Input, egal ob es das Wetter ist, die Schlagzeilen des Tages, die Nachricht eines Freundes oder ein YouTube-Video. Und das ist nicht gut, wenn ich mir noch nicht einmal über mein eigenes Leben, über meinen eigenen Tag klar geworden bin – wenn ich mich gedanklich noch nicht mit dem beschäftigt habe, was wirklich in meinem Leben zählt.

Also: Mach dir am Morgen erst einmal bewusst, was deine Prioritäten sind. Denk über deinen Tag nach. Denk an etwas Schönes, was vor dir liegt. Sobald du das Handy in den Händen hältst, bist du mit Alltag und Stress konfrontiert. Du wirst noch genügend Input im Verlauf des Tages erhalten, noch genügend Dingen gegenüberstehen, von denen du genervt bist. Die kannst du allerdings besser bewältigen, wenn du positiv in den Tag gestartet bist.

Wir leben in einer Zeit, in der wir durch unglaublich vielfältige Medien viel mehr Reizen ausgesetzt sind. Damit hat unser Gehirn ziemlich zu tun. Doch am Morgen hast du die Wahl, ob du gleich damit beginnen möchtest oder nicht. Für mich bedeutet das praktisch, dass ich mich erst nach einer (auch wenn nur kurzen) Zeit mit Gott mit den „aktuellen News“ auf meinem Handy auseinandersetze. Ich gebe zu, dass ich ein Problem dabei noch nicht ganz gelöst habe: Ich höre gern Musik im Bad oder beim Frühstücken und die kommt oft aus meinem Handy. Doch ich möchte dran bleiben, Alternativen dafür zu finden oder manchmal auch einfach die Stille zu genießen.

Wenn einfach nicht’s läuft

Ja, diese Sache mit den Tipps… Wenn ich sie mir selbst durchlese denke ich: Yeah, los geht’s! Aber oft genug läuft es eben nicht so. Oft genug läuft der Alltag anders als gedacht. Oft genug bleibt die Wohnung dreckig und der Papiermülleimer quillt über. Oft genug funktionierte es eben doch nicht mit dem Frühaufstehen.

In den letzten Wochen musste ich aufs Neue lernen, mit gescheiterten Plänen umzugehen. Und ich meine damit nicht unbedingt diese eine Sache, die dann doch nicht geklappt hat oder diesen einen Termin, den ich dann doch nicht wahrnehmen konnte. Ich meine eher so eine generelle „Planlosigkeit“. Ich konnte mich wieder wunderbar dabei beobachten, wie ich auf unvorhergesehenes Chaos reagiere und das ist nicht immer schön. Ich werde immer angespannter, bis mich irgendeine Sache so triggert, dass sie das Fass zum überlaufen bringt. Das ist bei mir zum Beispiel eine dreckige Küche. Eigentlich war sie schon seit einiger Zeit unordentlich, aber ab irgendeinem Punkt sehe ich sie und könnte durchdrehen.

Das kann genauso eine sinnlose Auseinandersetzung mit dem Partner sein, liegengebliebene Rechnungen, angesammelten E-Mails… Was auch immer es ist – es gibt Menschen, die bleiben stets tiefenentspannt und dann gibt es Menschen wie mich: Die, die dreimal tief durchatmen müssen. Deswegen folgt hier noch ein letzter Tipp für Zeiten, in denen alles anders läuft als gedacht:

Halte es aus. 

Krass, oder? Der ultimative Ratschlag! Nein, im Ernst: es ist manchmal das einzige, was möglich ist. Atme tatsächlich dreimal tief durch oder schließe kurz die Augen. Ich muss mir immer wieder aufs Neue bewusst machen: Chaos ist okay. Ich kann Chaos aushalten. Nicht für immer, aber sicherlich eine Zeit lang. Es wird wieder eine Zeit geben, in der ich früh aufstehen kann. Es wird wieder eine Zeit geben, in der die Küche ordentlich ist. Und solang halte ich es einfach aus und konzentriere mich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ich weiß, dass irgendwann wieder der Punkt kommt, an dem ich meinen Alltag mehr im Griff habe. Und meistens kommt er genau dann viel schneller zurück, wenn ich loslasse und die Planlosigkeit akzeptiere…

So und nun möchte ich von dir wissen: Was hilft dir, wenn dein Leben nicht nach Plan läuft? Stehst du gern früh auf oder bist du ein überzeugter Langschläfer? Hast du schon mal eine Morgenroutine ausprobiert?

Ich wünsche dir eine gesegnete Weihnachtszeit in dem Wissen, dass derjenige zu uns auf die Erde gekommen ist, der alles in seiner Hand hat – der den ultimativen Plan für dein Leben hat! Lass los und vertraue ihm dein unperfektes Leben an. Er macht etwas draus!

Constanze 

(photo by Danielle MacInnes)

 

 

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Aussortieren leicht(er) gemacht – Minimalismus #2

In meinem letzten Blog-Beitrag habe ich davon erzählt, wie ich mich vom Trend des „Minimalismus'“ anstecken ließ. Weniger zu besitzen, bewusster zu konsumieren, insgesamt nachhaltiger zu denken – diese Ideen begeistern mich. Doch es soll nicht nur bei Ideen bleiben, ich möchte Praxis folgen lassen! Grundsätzlich hat es für mich zwei verschieden Folgen: 1. Weniger bzw. bewusster einzukaufen und 2. Besitz, den ich nicht brauche oder der mir keine Freude mehr bereitet, auzussortieren.

In diesem Beitrag soll es um Punkt 2 gehen – nicht etwa, weil der erste weniger wichtig wäre. Sondern weil die Umsetzung des zweiten einen gute Ausgangslage gewährt, von der aus du womöglich noch motivierter Punkt 1 angehen kannst. Vielleicht habe ich dich im letzten Beitrag ein wenig für einen minimalistischen Lebensstil begeistern können. Aber so richtig aussortieren? Das fällt oft schwer. Sich von Gegenständen trennen, die schon jahrelang Teil der Wohnung sind… Wo soll man anfangen? Was ist mit all den Erinnerungen? Vielleicht brauch ich dies oder jenes doch noch irgendwann! Um dir bei diesen Fragen ein wenig zu helfen, habe ich in vier Punkten ein paar Tipps zusammengefasst, die ich mir selbst immer wieder beim Aussortieren gebe. Inspiriert dazu wurde ich unter anderem von der YouTuberin ItsColeslaw und der Zeitschrift flow (Nummer 27). Den Anstoß zum praktischen Umsetzen des Minimalismus‘ gab mir außerdem die amerikanische Dokumentation „minimalism“, welche bei netflix zu finden ist.

1.) Zuerst einmal halte ich es für wichtig, folgendes zu verinnerlichen: Es geht nicht darum, so viel möglich loszuwerden, sondern bewusst auszuwählen, was du brauchst. Das mag paradox klingen, da es beim Minimalismus ja darum geht, wenig zu besitzen. Es geht jedoch nicht um einen Wettkampf im Sinne von: „Wer es schafft, sich von so viel Besitz wie möglich zu trennen, hat gewonnen.“  Vielmehr geht es darum, genau das zu besitzen, was du brauchst. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Deswegen wird auch jeder unterschiedlich viel aussortieren. Manche Minimalisten benötigen gar keine Dekoration mehr, anderen wäre das zu kahl. Minimalistisch ist es, wenn du keine Dekoration besitzt, die du eigentlich nicht magst oder dir in irgendeiner Weise ein schlechtes, „überfülltes“ Gefühl vermittelt. Statt zu beginnen, in dem du nach Dingen Ausschau hältst, die du loswerden kannst, ist deshalb folgende Herangehensweise sinnvoller: Nimm dir einen Bereich vor, zum Beispiel Kleidung. Dann nimmst du deine komplette Kleidung und legst sie auf einen Haufen. Nun suchst du die Teile aus, die du behalten möchtest! Das ist eine viel positivere Herangehensweise und hat bei mir zudem den Effekt, dass ich sogar noch mehr aussortiere.

2.) Gehe Stück für Stück vor! Vielleicht hast du bemerkt, dass deine Wohnung tatsächlich total überfüllt ist und beginnst, wahllos auszusortieren – das kann ich gut verstehen. Besser ist es jedoch, wenn du dir zu erst einmal einen Bereich vornimmst und dich dann langsam vorarbeitest. Das kann und darf lange dauern und wird dich nicht all zu sehr überfordern. Folgende Bereiche kann es zum Beispiel geben: Klamotten, Bücher, CD’s, DVD’s, Kosmetikartikel, Geschirr/Küchengeräte, Briefe/Karten, Dekoration, …

3.) In den letzten Tagen hat mich besonders eine Regel immer wieder entlarvt: Die sogenannte „Vielleicht-Regel“. Ich muss zugeben, die ist wirklich etwas radikal. Aber meist weist sie auf genau die Gegenstände hin, von denen man jahrelang glaubte, sie noch gebrauchen zu können – es aber nie dazu kam. Lina Jachmann schreibt dazu in der flow: „Wenn man sich auf einen Gegenstand konzentriert, merkt man sofort, ob diese Hose oder dieser Spiegel zu den ‚Glücklichmachern‘ gehört. Bei manchen Dingen regt sich ein ‚Vielleicht‘. Diese Besitztümer, die man möglicherweise noch gebrauchen kann, die eigentlich ganz hübsch sind oder aber viel Geld gekostet haben, gehören laut Marie Kondo zu denen, die wir aussortieren können.“ Marie Kondo selbst schreibt dazu: „Wir wollen doch keine Vielleicht-Leben führen.“ Dieser Satz schlug bei mir ein. Denn es stimmt, ich möchte mich nicht auf Dinge konzentrieren, die vielleicht wesentlich für mich sein könnten. Wenn ich diese Dinge aufhebe, verliere ich den Blick für das Wichtige, für das wirklich Schöne. Unsere äußere Umgebung hat eine Wirkung auf unser Leben, auf unser Inneres. Deswegen sollten wir auch im Äußeren sorgfältig auswählen. Wenn du dir dennoch unsicher bist, empfehle ich dir folgende Vorgehensweise: Gib deinem Vielleicht-Gegenstand noch eine Chance, indem du ihm einen Platz gibst, an dem er greifbar ist und du ihn immer mal wieder siehst. Früher oder später wirst du merken, ob du ihn noch gebrauchen kannst oder schön findest – nämlich dann, wenn du ihn doch benutzt oder wenn du dich jedes Mal freust, wenn du ihn siehst. Wenn er dich jedoch bald nervt oder nur sinnlos herumsteht, ist er es wohl eher nicht wert.

4.) Mein vierter Hinweis bezieht sich auf eine bestimmte Art von Dingen, nämlich auf all jene, die mit Erinnerungen verknüpft sind. Die bereiten mir oft besonders viel Kopfzerbrechen. Bin ich emotional bereit, diesen Gegenstand loszulassen? Werde ich das irgendwann bereuen? Ich möchte mich definitiv nicht pauschal gegen Erinnerungs-Objekte aussprechen. Mein persönliches Problem ist allerdings, dass ich früher fast alles aufgehoben habe, wenn es mit einem Erlebnis oder einer Person verknüpft war. Vom Papierschiffchen, das mir jemand gebastelt hat, in den ich verknallt war, über Steine und Programmzettel bis zu T-Shirts, Deko, Büchern… Ich habe diese Dinge nicht aufgehoben, weil ich sie so schön fand, sondern nur, weil eine Erinnerung daran hing. Wenn ich weiter so verfahren würde, würde unsere Wohnung irgendwann aus allen Nähten platzen.

Da mir dennoch einige Erinnerungs-Objekte wichtig sind, habe ich für mich persönlich zwei Regeln aufgestellt. 1. Die Erinnerungen müssen alle in eine Kiste passen – meine „Erinnerungskiste“. Dort sind sie gebündelt, ich verliere nicht den Überblick und wenn die Kiste zu voll wird, bin ich gezwungen, den ein oder anderen Gegenstand noch einmal zu überdenken. Wenn ich mich erinnern möchte, kann ich die Kiste hervorholen, durchstöbern und danach wieder zurück in die Kammer stellen. 2. Der Erinnerungsgegenstand muss mir ein positives Gefühl vermitteln. Kein negatives, kein neutrales (bedenke die Vielleicht-Regel), sondern wirklich ein positives! Vor kurzem bin ich verschiedene „Papier-Erinnerungen“, wie Gedichte oder Briefe, durchgegangen. Es war sehr befreiend, all jene in den Papierkorb zu werfen, die Erinnerungen an Zeiten hervorriefen, mit denen ich eigentlich abgeschlossen hatte und dabei laut „Let it goooo!“ zu rufen. (Ja, das habe ich wirklich getan.)

Und auch bei den positiven Erinnerungs-Objekten geht es oft gar nicht um den Gegenstand an sich, sondern lediglich um die Erinnerung, die daran hängt. In solchen Fällen reicht es vielleicht sogar, ein Foto von dir mit dem Objekt zu machen und dieses Foto statt den Gegenstand zu behalten. Wenn du dir das Foto anschaust, kannst du dich trotzdem noch erinnern.

Gut, nun hast du vier Tipps, die du im Hinterkopf behalten kannst, um die Sache anzugehen. Aber wo nun anfangen? Hier folgen deshalb noch vier Bereiche, in denen es sich aus meiner (zugegebenermaßen weiblichen) Sicht leicht starten lässt:

1.) Kosmetikartikel: Mal im Ernst – trägst du wirklich noch den blauen Lidschatten, den du dir als Teenager gekauft hast? Benutzt du alle sechs Mascaras, von denen vier sicherlich schon ausgetrocknet sind? Und was ist mit den verschiedenen Cremes, die du ausgetestet hast, um die eine perfekte zu finden? Wie wäre es, einfach nur diese eine aufzuheben, die du sowieso jeden Tag verwendest? Kaum etwas fiel mir so leicht wie das Aussortieren von Schminke und Co. Hier kam besonders die „Vielleicht-Regel“ zum tragen: „Vielleicht trage ich ja doch noch einmal irgendwann diesen Lidschatten oder diesen Lippenstift…“ Nein. Wenn ich es in den letzten Jahren nicht getan habe, werde ich es zukünftig auch nicht tun. Und wenn ich den Duft dieser Creme jetzt nicht mag, werde ich ihn später auch nicht mögen. Wie schön ist es, wenn alle Schminkartikel in einen Behälter passen und ich einfach sofort weiß, nach welcher Mascara ich greifen muss.

3.) Klamotten: Dazu habe ich bereits hier ein paar Gedanken geteilt. Ich denke, dass es recht leicht ist herauszufinden, welche Klamotten du wirklich magst und welche sich aussortieren lassen. Es ist nämlich so: Du magst die Klamotten wirklich, die du immer wieder trägst! Einfach, oder? Warum also die anderen aufheben? Oh ja, ich kenne die Stimme im Kopf, die laut protestieren möchtet: „Ich brauche doch die Auswahl!“ Ja, du brauchst eine kleine Auswahl an Sachen, die du wirklich magst. Denn das ist wirklich eine Auswahl. Es ist keine Auswahl, wenn du immer wieder Sachen in die Hand nimmst, kurz betrachtest und dann doch wieder zu einem deiner Lieblingsoberteile greifst. Es reicht tatsächlich, Lieblings-Kleidung zu besitzen. 🙂 Sicher, schicke Kleider zum Beispiel benötigten die meisten eher selten und doch ist es gut, für besondere Anlässe welche parat zu haben. Ich persönlich habe meinen Besitz auf drei reduziert, so kann ich dennoch variieren. Von vielen Kleider konnte ich mich lange nicht trennen, weil ich glaubte, dass sei regelrecht „Verrat“ an diesen guten Kleidern. Ein nochmaliges Anprobieren hat mir jedoch schnell gezeigt, dass sie nicht mehr in mein Leben gehören. Der eigene Stil kann sich ändern! Früher habe ich zum Beispiel noch nicht so sehr auf zeitlose Mode gesetzt. Das rot-glitzernde Kleid passt da leider nicht mehr rein…

2.) Küche: Wer kennt es nicht – die über die Jahre angesammelten Tassen, die den Küchenschrank fast platzen lassen! Doch sind es bei dir auch nur diese zwei, drei Tassen, aus denen du immer trinkst? Die anderen sind meist nur Lückenfüller. Klar, ein paar mehr für Gäste müssen schon sein. Deswegen haben mein Mann und ich zwei zusammenhängende Sets aufgehoben. Aber von den restlichen Tassen, die sich so „ansammeln“, besitzen wir jetzt nur noch die, aus denen wir wirklich gern trinken. Je nachdem, wie „koch- und backaktiv“ du bist, bist du natürlich auf unterschiedliche sonstige Küchenutensilien angewiesen. Doch brauchst du wirklich jede Schüssel, jede Dose? Jedes Förmchen, jedes stumpfe Messer? Ein etwas tieferer Blick in die Küchenschränke lohnt sich sicher.

3.) Papierkram: Besitzt du auch noch die alten Weihnachtskarten von vor zehn Jahren? Sammelst du jede CityCard ein, die du lustig findest? Stapeln sich Kassenzettel von Dingen, deren Garantie schon längst abgelaufen ist? Und was ist mit dem Mietvertrag von deinem Studentenzimmer von vor fünf Jahren oder anderen „wichtigen“ Dokumenten, die irgendwann mal wichtig waren, aber jetzt eigentlich nicht mehr? Jap, ich bin schuldig bei all diesen Dingen. Und jetzt denkst du vielleicht: Dokumente wegschmeißen, das geht doch nicht! Natürlich, du musst ganz genau prüfen, was du wegschmeißen kannst und was nicht. Aber sicherlich musst du nicht jede alte Rechnung aufheben, nicht jeden alten Lebenslauf, nicht jede Postkarte. Hebe nur das auf, was du wirklich noch brauchst und schaffe dir ein gutes Ordnungssystem!

Wenn du die Bereiche in Angriff genommen hast, die dir leicht fallen, bist du gut gewappnet für die schweren Gebiete, welche auch immer das für dich sind: Bücher oder DVD’s, CD’s? Dekoration, Möbel? Übrigens: Ich selbst halte mich auch noch nicht konsequent an meine eigenen Tipps, aber das ist okay. Zu „minimieren“ ist ein Prozess (der übrigens Spaß macht!). Ich muss nicht von heute auf morgen eine perfekt „minimalistisch“ eingerichtete Wohnung haben.

Lass es mich wissen, wenn dir einer dieser Tipps geholfen hat! Im nächsten Beitrag dieser Reihe geht es um die Frage: „Wohin mit dem Aussortierten?“. Ich werde außerdem noch ein wenig auf Punkt Nr. 1 vom Anfang dieses Beitrags eingehen. Bis dahin viel Freude beim Aussortieren!

Constanze

(Photo by BRUNO CERVERA)
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„Herzlich willkommen – Neuanfang!“

Als ich heute im Supermarkt an die Kasse ging, saß dort eine Frau, die offensichtlich frisch eingearbeitet wurde. Eine mir bekannte Verkäuferin stand hinter ihr und beobachtete jeden ihrer Schritte. Der Kassiervorgang lief, wie das dann eben so ist, ein wenig langsamer. Ich probiere in solchen Situationen, ein so „unkomplizierter“ Kunde wie möglich zu sein. Meistens kann man es den Neulingen in ihren angespannten Gesichtern ja bereits ansehen, dass sie Angst haben, zu langsam zu sein. Ich kann förmlich spüren, wie sie leicht in Panik geraten, wenn sie die Nummer von der Aubergine nicht sofort finden und hektisch hin und her blättern. Dieses Gefühl kann ich gut nachempfinden. Ich habe zwar nie an der Kasse gearbeitet und kann also nicht wirklich einschätzen, welche Schwierigkeiten dieser Job mit sich bringt. Doch wenn ich solche Situationen beobachte, muss ich unwillkürlich an meinen eigenen Neuanfänge denken und daran, welche Herausforderungen diese jedes Mal mit sich bringen. Besonders dann, wenn alle ersten Schritte beobachtet werden. Die gestandene Kassiererin hinter der neuen schaute durchweg kritisch und beantwortete Fragen kurz und ohne ein Lächeln. Die neue Kollegin versuchte, selbstbewusst zu bleiben. Doch wie sie sich wohl innerlich fühlte?

Ich kann noch keine lange Laufbahn im Arbeitsleben verzeichnen, aber in den letzten Jahren gab es dennoch einige Neuanfänge für mich. Und nicht nur im Beruf – als ich weiter darüber nachdachte, musste ich beispielsweise auch an meine Fahrschulzeit denken. Auch so eine Zeit, in der man ziemlich lange von der Seite beäugt wird. Ich persönlich wurde deshalb erst richtig sicher im Auto fahren, als ich den Führerschein schon in der Tasche hatte und allein die Straßen „unsicher“ machen durfte.

Kennt du das? Du willst irgendetwas Neues anfangen – und du bist motiviert! Du weißt, dass nicht alles sofort funktionieren wird und es viel zu lernen gibt, aber du bist bereit, alles zu geben. Schritt für Schritt wird das schon. Doch dann ist da jemand (oder vielleicht sogar mehrere), die genau beobachten, ob du auch alles richtig machst. Ich gehöre leider nicht zu den besonders selbstbewussten Menschen, die das einfach ignorieren könnten. Falls es dir auch so geht, helfen dir vielleicht diese vier Tipps (an die ich mich auch selbst immer wieder erinnern muss) für deinen nächsten Neuanfang:

1. Bleib dran.

Das mag simpel klingen – doch wie schnell sind wir versucht, etwas aufzugeben, nur weil uns jemand anderes das Gefühl vermittelt, dass wir noch nicht gut genug sind. Und in vielen dieser Fälle beabsichtigt der andere das nicht einmal! Deswegen bleib einfach dran, egal wie unsicher du dich fühlst. Meist wird es besser.

2. Rechtfertige dich nicht ständig für das, was du tust.

Es ist natürlich möglich, dass du beispielsweise vor deinem Chef hin und wieder Rechenschaft ablegen musst. Doch es ist sicherlich nicht nötig, dass du dich jederzeit für jeden Schritt rechtfertigst! Ich neige oft dazu, stammelnd erklären zu wollen, warum ich etwas getan habe – vor allem, wenn mir jemand einen Tipp gibt, wie ich etwas anders tun könnte. Nur weil mir jemand einen Tipp gibt, bedeutet das allerdings nicht, dass es schlimm war, wie ich es bisher gemacht habe. Steh zu dem, was du tust! Dadurch trittst du selbstbewusst auf und wirst ernster genommen.

3. Hab keine Angst, es möglichst bald allein zu versuchen.

Was auch immer dein Neuanfang beinhaltet: wenn du ähnlich tickst wie ich, wirst du immer ein wenig blockiert sein, solange dir jemand über die Schulter schaut. Ich habe mich lange Zeit nicht getraut, etwas allein zu versuchen, solange ich mich noch nicht sicher gefühlt habe. Doch es ist nicht immer notwendig, sich komplett sicher zu fühlen, um etwas allein zu wagen. Ich persönliche benötige meinen Freiraum, um selbst Fehler zu machen, aus ihnen zu lernen und herauszufinden, wie es für mich am besten funktioniert. Solange mich jemand beobachtet, werde ich mich immer an dieser anderen Person orientieren und daran, wie sie es macht. Ein wenig ist das natürlich nötig: beispielsweise um Abläufe kennenzulernen, feststehende Regeln oder ähnliches. Doch wenn du mit diesen halbwegs vertraut bist, stürze dich ruhig allein ins Abenteuer. Ich habe die Erfahrung gemacht, dadurch unglaublich viel Sicherheit und Selbstbewusstsein zu erlangen solange ich weiß, dass im Hintergrund immer noch Menschen da sind, die ich ab und zu um Hilfe bitten kann.

4. Frag nach.

Nachzufragen ist keine Schande. Es bedeutet nicht, dass du dumm bist. Fragen signalisieren Interesse und zeigen, dass du dir Wissen aneignen möchtest, um deine Aufgaben möglichst gut zu erledigen. Durch Fragen findest du heraus, was wichtig ist und was nicht. Du erkennst nach und nach besser, wo die Schwierigkeiten liegen und worüber du dir gar keine Sorgen machen musst. Nicht alle mögen immer offen für Fragen sein, aber irgendjemand ist es meist! Häufig ergeben sich daraus gute Gespräche und du kannst von der Erfahrung der anderen profitieren.

Was war dein letzter Neuanfang oder steht dir einer kurz bevor? Wodurch fällt es dir leichter, in einem neuen Umfeld zu starten? Hast du schon einmal besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht? Erzähl mir gern davon in den Kommentaren!

Constanze

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(photo by Olu Eletu)

Veröffentlicht in Lifestyle, Motivierendes

Noch so ein Tipps-Artikel #Selbstdisziplin

Selbstdisziplin, Selbstorganisation und Zielverfolgung sind Themen, die schon in unglaublich vielen Blog-Beiträgen, Büchern, YouTube-Videos etc. thematisiert wurden. In meinem Beitrag „Lifestyle-Trend oder eigener Lifestyle?“ habe ich diesen Trend selbst kritisch hinterfragt – jedoch ebenso festgestellt, dass auch mich solche Themen interessieren. Deswegen möchte ich noch einmal betonen: Ich finde solche Artikel nicht generell schlecht. Ich picke mir das Gute aus ihnen heraus und erstelle mir so nach und nach meine eigenen Tipps-Listen. Genauso dürft ihr das nun mit diesem Beitrag tun!

Mich persönlich fasziniert die Fülle an Literatur zu diesem Thema und der Fakt, dass scheinbar immer mehr Menschen sich danach sehnen, ihr Leben besser und effektiver zu gestalten. Der Trend des „Bullet Journals“ spricht da beispielsweise für sich. Selbstdisziplin ist ein Bereich in meinem Leben, in dem ich sehr zielstrebig und oft auch zu perfektionistisch bin. Dieser Perfektionismus kam in letzter Zeit wieder ein wenig mehr durch. Das führte mich dazu, noch einmal neu über diese ganze Selbstdisziplins- und Zielverfolgungssache nachzudenken. Denn nichtsdestotrotz bereitet es mir Freude, einen gut ausgeklügelten Plan erfolgreich in die Tat umzusetzen oder eine To-do-Liste am Ende des Tages abgehakt zu sehen. Doch mir ist eines nun bewusst geworden: To-do-Listen allein garantieren mir kein erfolgreiches Leben. Hier kommen nun deshalb fünf meiner persönlichen Tipps, die mir dabei helfen, dass meine Selbstdisziplin auch wirklich ein Ziel hat. Damit ich mich nicht im perfektionistischen Stress verliere, aber eben auch nicht im Prokrastinieren. Vielleicht nutzen sie auch dir.

1) Setze dir wenige große Ziele.

„Prioritäten setzen“ – Diesen Ratschlag hast du sicherlich schon ein paar Mal gehört. Ich persönlich muss ihn jedoch immer wieder hören. Denn oft geht es mir so, dass ich tausend verschiedene Ideen im Kopf habe und nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich sage bewusst „Ideen“ und nicht „nervige Aufgaben, die erledigt werden müssen“, denn die werden immer da sein und die müssen tatsächlich einfach erledigt werden. Auch da ist es notwendig, zu unterscheiden, welche Aufgaben wichtig sind und zuerst erledigt werden müssen. Aber hast du so auch schon einmal über die positiven Dinge in deinem Leben nachgedacht? Über deine Hobbys, Interessen und persönlichen Ziele? Meine Hobbys liegen meist im kreativen Bereich und können mich manchmal so richtig überwältigen. Verschiedenste Ideen strömen auf mich ein und ich habe das Gefühl, dass ich alles gleichzeitig angehen müsste. Doch die Wahrheit ist: Ich werde niemals alles schaffen können und das muss ich auch nicht! Richtig effektiv wirst du erst, wenn du dich auf weniges konzentrierst und es entspannt zugleich. Also überlege dir: Was ist momentan dein Ziel? Überlege dir wirklich nur eines. Viele große Ziele auf einmal wirst du eher schwer effektiv verfolgen können. Das was dir zuerst einfällt, ist dir höchstwahrscheinlich auch am wichtigsten. Also räume diesem Ziel dementsprechend Zeit ein und ordne anderes unter. Hab keine Angst davor, Dinge als weniger wichtig zu betrachten! Das bedeutet nicht, dass sie generell nicht wichtig sind.

2) Entscheiden statt Gefühlen folgen

Das mag hart klingen, auch für mich. Ich bin nämlich generell der Meinung, dass Gefühle wichtig sind und einem nicht ausgeredet werden können, wenn sie da sind. Doch der Clou ist: Das widerspricht sich gar nicht mit der Entscheidung für Selbstdisziplin. Die Frage ist nur, wonach du handelst. Denn wenn es darum geht, dein persönliches Ziel in die Tat umzusetzen, wirst du immer wieder die Ausrede parat haben „Ich fühle mich gerade nicht danach“ – in der Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert. Doch mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ist es so: Du wirst dich nie danach fühlen. Jedenfalls nie wirklich. Du wirst immer ein wenig an dir zweifeln oder glauben, dass du nicht genug Geld, Talent, Zeit oder andere Ressourcen hast, um dein Ziel in die Tat umzusetzen. Klingt deprimierend? Muss es nicht sein! Denn es ist okay, dass du dich so fühlst. Akzeptiere es, denn es ist normal und menschlich. Es bringt nichts, es dir auszureden. Aber handle nicht danach! Entscheide dich, dennoch zu beginnen. Denke nicht zu lange darüber nach. Entscheide dich, den ersten kleinen Schritt zu wagen. Früher haben dich deine Eltern dazu gezwungen, Dinge zu tun, die im Endeffekt gut für dich waren. Jetzt musst du dich selbst zwingen, Dinge zu tun, die gut für dich sind, auch wenn es erst einmal Überwindung kostet. (Zu diesem Tipp wurde ich vor allem von diesem Video von Mel Robbins inspiriert.)

3) Lass deine To-do-Liste nicht zu lang werden.

Dies ist nun ein wirklich praktischer Tipp für all die kleinen Unterziele und die alltäglich anfallenden Aufgaben. Mir persönlich hilft es sehr, Dinge in einer Liste aufzuschreiben, damit sie nicht mehr so präsent in meinem Kopf sind. Sie fließen dann sozusagen von meinem Gehirn durch die Hand aufs Papier. Manchmal neige ich jedoch dazu, zu detailliert aufzuschreiben, was ich alles machen möchte. Das stresst und blockiert – erst recht, wenn ich im Endeffekt gar nicht alle schaffe. Mein Perfektionismus treibt mich dann manchmal zu weit, da ich möglichst viel schaffen will, um möglichst schnell meinen Zielen näher zu kommen. Darum gilt wieder: Weniger ist mehr. Und wenn du das Wenige dann doch alles schaffst und Energie übrig hast, wirst du dich noch besser fühlen, wenn du unerwartet mehr erledigen kannst.

4) Steh früher auf.

Ich gebe zu: dieser Tipp mag für jemanden, der sowieso immer um sechs Uhr aufstehen muss, nicht sehr nützlich klingen. Doch falls du dich in einer Lebenssituation befindest, in der du deine Arbeitszeiten ein wenig flexibel einteilen kannst, empfehle ich dir, die Morgenstunden zu nutzen. Ich stehe gern ein wenig früher auf als ich theoretisch müsste, damit ich in Ruhe Kaffee trinken und meinen Tag mit Gott starten kann. Wenn mein Tag positiv startet, bin ich auch motivierter, meine Ziele anzupacken. Wenn mein Wecker dann klingelt, denke ich nicht zuerst an die nervigen Aufgaben, die vor mir liegen, sondern daran, dass ich erst einmal Zeit für Frühstück habe. Zudem halte ich es nicht für falsch, sich auch körperlich bewusst zu machen, dass man etwas investieren muss, um seine Ziele zu erreichen. Auch wenn man sich eben nicht danach fühlt…

5) Lass dich nicht von Listen und Ratgebern bestimmen.

Wie ich schon angedeutet habe, empfinde ich manche Ratgeber als sehr inspirierend. Doch jeder tickt anders: Manche können Ratgeber besser gebrauchen als andere. Und niemand sollte wirklich abhängig von ihnen sein. Wenn dir die Tipps und Tricks, die du zu einem Thema liest, nicht gefallen, dann scheue dich nicht, das Buch zur Seite zu legen oder das Internetfenster zu schließen. Bei mir bedeutet das in so einem Fall, dass ich in diesem Bereich wahrscheinlich gar keinen „Guru“ benötige, der mir sagt, was ich tun soll. Im Zeitalter des Internets können die Ratschläge manchmal ganz schön auf einen einprasseln. Umso wichtiger ist es, dass wir diesen Input bewusst kontrollieren. Ratgeber werden auch nur von Menschen geschrieben – genauso wie dieser Blog hier 🙂

Lasst es mich wissen: Welchen dieser 5 Tipps findet ihr hilfreich, welchem stimmt ihr eher nicht zu? Habt ihr andere Tipps und Tricks, die euch helfen, eure Ziele effektiver zu erreichen? Ich bin gespannt!

Constanze

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(photo by Glenn Carstens-Peters)