Veröffentlicht in Gedanken

Reden ohne zu reden

Wer kennt es nicht – diese Situationen, in denen der Mund auf und zu geht, ohne das wirklich etwas herauskommt. Es findet zwar eine Unterhaltung statt, aber danach fragt man sich, worüber man eigentlich gesprochen hat. Man redet, ohne über etwas Relevantes zu sprechen.

Ich glaube, das ist meistens dann so, wenn die Beziehung zu der Person, mit der man kommuniziert, in irgendeiner Weise gestört ist. Entweder man kennt sich nicht gut genug, man hat Angst vor etwas, man ist wütend… All das kann einem das Gefühl geben, nicht voran zu kommen und in der Beziehung irgendwie stehen zu bleiben. Vor allem dann, wenn die Probleme eben nicht angesprochen werden.

Um diese Thematik geht es in dem Lied „Over the Ocean“, welches ich vor einigen Monaten geschrieben habe. Meine Cousine hat im Rahmen ihres Studiums dazu ein Musikvideo produziert, welches ihr euch hier ansehen könnt. Heute also mal ein wenig Werbung in eigener Sache. 🙂

Ich finde, dass die Geschichte des Liedes wunderbar in dem Video umgesetzt wurde. Es geht um zwei Menschen, die es nicht schaffen, ehrlich und offen miteinander zu sprechen – darüber, was ihre Beziehung ausmacht und welche Richtung sie einschlagen wollen. Die Beziehung gleicht einem Schiff, welches kurz vor dem Untergehen ist. Der Wind, der das Schiff umweht, ist ziemlich laut und entwickelt sich bereits zu einem Sturm. Die Umstände, von denen die zwei Menschen umgeben sind, sind schwierig. Die einzige Chance, um das Schiff vor dem Untergehen zu bewahren, bestünde darin, wenn die beiden lauter und deutlicher miteinander sprechen würden. Sonst bricht die Beziehung auseinander.

Es ist eine traurige Geschichte, doch sie soll deutlich machen, dass manchmal kein Weg an ehrlicher, direkter Kommunikation vorbeiführt, um etwas zu retten, was einem wichtig ist.

Welche Erfahrungen hast du damit gemacht? Fällt es dir schwer, komplizierte, schwierige Themen anzusprechen? Kennst du solche Beziehungen, die scheinbar stürmisch umweht werden? Ich freue mich über eure Kommentare.

Constanze

(photo by edinaldojunior)

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