Veröffentlicht in Aus dem Alltag, Lifestyle

8 Gedanken zur Klamottentauschparty

Sechs Mädels, ein Kleinkind, ein Baby und ein Berg voller Klamotten in allen möglichen Größen, Formen und Farben. Vergangenen Sonntag war es mal wieder soweit:  Ich durfte Gastgeber einer Klamottentauschparty sein. (Was das sein soll und wieso? Einmal hier klicken.) Endlich einmal wieder! Das „tauschen“ im Wort ist übrigens nicht wirklich relevant. Wir beschenken uns einfach gegenseitig und dies ist wohl im Endeffekt wieder ein Tausch… Hier folgen nun acht Dinge

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, die ich mir von diesem lebhaften, fröhlichen, sehr ergiebigen Nachmittag mitnehme:

1.) Ich bin normalerweise eine Gastgeberin, die sich konstant darum sorgt, dass es allen Gästen gut geht. Wenn Klamotten im Spiel sind, ist das leichter: alles dreht sich um die Klamotten! Und alle anderen Sorgen scheinen vergessen. Es ist zum Beispiel erst reichlich spät jemandem aufgefallen, dass man mal lüften könnte… Und außerdem: Lieber davor ausgiebig essen und trinken. Währenddessen ist definitiv keine Zeit.

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2.) Dieses Mal haben wir es so gemacht, dass jeder seine mitgebrachten Klamotten selbst nacheinander präsentiert hat. Die anderen konnten sofort sagen, ob sie das angepriesene Teil anprobieren wollten oder nicht. Angesichts der Menge der mitgebrachten Klamotten hat das wirklich lange gedauert – aber sehr viel Freude bereitet! Es war ein bisschen wie Geschenke auspacken zu Weihnachten. Das macht auch mehr Spaß, wenn man sich gegenseitig zuschaut und jede Sache einzeln würdigt. (Zumindest, wenn man erwachsen ist…)

3.) Ich habe tolle Freundinnen. „Nein, das steht dir viel besser als mir. Bitte behalt es.“ „Das sieht richtig gut aus!!“ Und gleichzeitig liebevolle Ehrlichkeit: „Hm, ne, irgendwie nicht so richtig.“ „Ja, ne, ich fühle es auch nicht wirklich.“

4.) Wir sind noch absolut kein kinderfreundlicher Haushalt. Natürlich kann es einem Kind langweilig werden und es verlangt Aufmerksamkeit, wenn sechs Frauen wie verrückt damit beschäftigt sind, sich gegenseitig einzureden putty download windows , wie gut jemandem etwas steht. Ob wir Kakao da haben? Kein Instant-Pulver, nur zum selbst kochen. Joghurt? Nur griechischen Naturjoghurt. (Ich merke erst jetzt, wie „alternativ“ das klingt.) Ich bin froh, dass meine Mütter-Freundinnen trotzdem gern kommen! Und im Endeffekt kann auch aus griechischem Natur-Joghurt, Marmelade und Zucker etwas Leckeres gezaubert werden. Ach so, und dann sind da noch die weißen Möbel und die vielen Kakteen… Aber wie schön ist es zu sehen, wie das Baby herumgereicht wird, damit auch die Mutter mal in Ruhe Klamotten anprobieren kann. Und die weißen Möbel durchlaufen eben ihren ersten Härte-Test. Nur Frauen mit Kindern können etwas gemeinsam unternehmen oder nur Frauen ohne Kinder? Keinesfalls.

5.) Es ist unglaublich, wie wenig Kleidergrößen eine Rolle spielen. Ich fand es total schön mit anzusehen, wie immer wieder verschiedene von uns das gleiche Teil anprobieren konnten und es bei jedem ganz anders aussah. Nur weil etwas auf den ersten Blick zu eng oder zu weit wirkte, war das nicht unbedingt ein Grund, es nicht auszuprobieren. Häufig wurden wir überrascht! Ich liebe es, auf diese Weise mit Klamotten zu experimentieren und meine Freundinnen zu neuen Stilen zu überreden. („Und wann soll ich das dann tragen?“ „Na ganz normal, an einem Sonntag zum Beispiel!“ „Die Farbe habe ich eigentlich noch nie getragen.“ „Ja, warum eigentlich nicht?“)

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6.) Die ganz besonderen Kleidungsstücke sind die, die man auf den ersten Blick wiedererkennt. „Aber das hast du doch so oft und auch noch in letzter Zeit getragen!“ Wenn man so ein Kleidungsstück ergattern kann, hat es besonders viel Wert, finde ich. Es ist, als ob eine Freundin dir einen alten Begleiter anvertraut. Jap, da bin ich wohl ein wenig sentimental, aber für mich sagen diese Klamotten: „Trag mich und belebe mich neu, denn ich bin etwas Besonderes!“

7.) Besonders lustig waren die Momente, in denen jemand ein Kleidungsstück von der letzten Klamottentauschparty hervorgezogen hat, das den gewünschten Job einfach nicht erfüllt hat. Und wir waren uns alle einig: Das ist erlaubt. Es ist eben ein ewiger Kreis. Außerdem: Lieber wieder zum Verschenken anbieten als wegschmeißen. Oder die Klamotten, bei denen ein Blick genügt und alle sofort wissen: „Jap, wir wissen noch, als das mal modern war…“

8.) Wir brauchen einen Spiegel. Einen richtigen Ganzkörperspiegel. Ja, wir haben einen. Er hängt am Schrank im Arbeitszimmer meines Mannes. Ungünstiger Ort für eine Klamottentauschparty…

Am Ende ist natürlich vieles übrig geblieben. Was man damit dann anstellen soll? Entweder in anderen Freundeskreisen anbieten, spenden, doch noch einmal eine Chance geben… Es gibt so viele Möglichkeiten. Ich für meinen Teil habe mir definitiv die nächste Shopping-Tour gespart. Und gleichzeitig eine Menge Spaß und Gemeinschaft genossen. Das war nicht das letzte Mal!

Constanze