Veröffentlicht in Glauben, Motivierendes

Lebe deinen Traum… Aber wie? (Buchempfehlung)

Ich muss gestehen, dass mein Interesse an Booten oder handwerklichen Arbeiten noch nie besonders groß war – Aber als ich vor kurzem die Möglichkeit bekam, Kerstin Hacks Buch „Leinen los“ über den Umbau eines alten Schiffs und ihren damit verbunden Traum zu lesen, war mein Interesse sofort geweckt. Die Kurzbeschreibung des Buches ließ erahnen: Hier geht es um mehr als ein großes handwerkliches Projekt, sondern um einen Lebenstraum. Es fasziniert mich, zu sehen oder darüber zu lesen, wie Menschen Schritt für Schritt auf solch einen Lebenstraum zugehen und dabei andere bereichern. Oft ist es mir erst einmal egal, was genau das in der Praxis bedeutet, denn im Kern geht es darum: Das zu tun, was dem eigenen Wesen entspricht und diese Sache der Welt (und wenn es nur ein paar Menschen in der Umgebung sind) zur Verfügung zu stellen. Das steckt an.

Kerstin Hack, Jahrgang 1967, ist Autorin, Coach und Speakerin und hat in ihrem eigens gegründeten Verlag „Down to Earth“ bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Sie lebt in Berlin auf einem umgebauten DDR – Marineschiff, welches ihr als Haus- und Seminarboot dient. Und um genau diesen Umbau geht es in ihrem neusten Buch „Leinen los“. Darin beschreibt sie, wie es zu ihrem Traum kam, den Prozess des Umbaus sowie jegliche Erfolge und Widrigkeiten, die damit zusammenhingen. Sie schreibt über Freunde, die ihr halfen, Herausforderungen, die sich ihr stets aufs Neue in den Weg stellten und immer wieder neu gefasstes Gottvertrauen.

Kerstins Schreibstil liest sich unglaublich leicht. Ihre Erzählungen sind reich gespickt mit Lebensweisheiten und Metaphern, sodass es durchweg spannend und lehrreich zugleich bleibt. Von den ersten Zeilen an war ich fasziniert von ihrem unkonventionellem, mutigen Leben. Nicht nur, dass sie als Coach und Schriftstellerin auf beruflicher Ebene für mich sehr interessant ist – schnell wird auch klar: Kerstin kennt ihre Lebensziele und sie geht mutig voran. Es ist ihr Traum, Menschen in schwierigen, herausfordernden Phasen zu begleiten und zu coachen und einen Wohn- und Seminarraum zu schaffen, in dem dies möglich ist. Dieser Traum hat sich über ihr Leben lang entwickelt. Er ist konkret. Sie weiß, was sie möchte, was ihrem Wesen entspricht und dies setzt sie in die Tat um. Wie genau diese Umsetzung aussieht, weiß sie im Vorhinein nicht vollständig – ursprünglich hatte sie auch nicht geplant, ein Boot umzubauen. Doch sie geht los, versucht etwas, und wenn es scheitert, schlägt sie einen neuen Weg an. Der Kerntraum bleibt erhalten.

Jedoch, und an dieser Stelle fasziniert mich ihre Geschichte am meisten, macht sie eine Sache nicht, die wohl die meisten als ultimative Voraussetzung für solch ein Projekt ansehen würden: warten, bis alle nötigen Ressourcen vorhanden sind, um einen Umbau dieser Dimension durchzuführen. Auf kreative Weise und durch die Unterstützung von Freunden und Bekannten sammelt sie Stück für Stück das Geld und Material, was sie für den nächsten Schritt braucht. Auch fehlendes handwerkliches Wissen hält sie nicht ab. Durch ihre Offenheit und einen wachsamen Umgang mit ihrer Umwelt trifft sie immer wieder auf Menschen, die ihr zur Hand gehen oder Wissen zur Verfügung stellen können. Sie vertraut darauf, dass Gott zum richtigen Zeitpunkt das Nötige bereitstellt und beginnt mit dem, was sie zur Verfügung hat. Dadurch kann sie voller Liebe vorangehen statt sich von Angst den Weg versperren zu lassen. Und sie macht deutlich: Jedem ist dies möglich. Jeder kann den ersten Schritt auf einen Traum zugehen.

„Manche Menschen denken, dass eine Umgebung oder auch ein Mensch perfekt und fertig sein muss, bevor sie oder er zum Wohl anderer Menschen eingesetzt werden kann. Wer sagt denn, dass etwas perfekt sein muss, um zu beginnen und Gutes zu bewirken?“ (S. 155, „Leinen los“, Kerstin Hack)

Bei all ihren mutigen Schritten bleibt sie ehrlich und authentisch und berichtet ebenso von zwischenmenschlichen Schwierigkeiten und gebrochenen Beziehungen in der Zeit des Umbaus. Von ungewisser Zukunft und Zeiten, in denen sich eine finanzielle Schwierigkeit an die nächste reihte. Ebenso ermutigt sie, Erfolge und gute Zeiten zu feiern und zu genießen. Spannend waren außerdem ihre Gedanken zum Thema Einfachheit, Aussortieren und Minimalismus sowie ihre Vorgehensweisen im Coaching. Auf ganz natürliche Weise gewährt sie Einblick in ihre verschiedenen Lebensbereiche und stellt dabei ihre Erfahrungen dem Leser zur Verfügung.

Am Ende des Buches zieht Kerstin ein Fazit zum Thema „Glück“ und inwieweit dieses von der Erfüllung eines Lebenstraums abhängig ist. Kann man erst glücklich sein, wenn ein Ziel erreicht ist? Ist sie nun glücklich, weil sie den Bootsumbau geschafft hat? Ein Traum ist erfüllt – und nun ist alles gut? Ich möchte euch ermutigen, das Buch selbst zu lesen, um Antworten auf solche und ähnliche Fragen zu bekommen.

Über folgenden Link gelangt ihr zu Kerstin Hacks Website (auf der es viel zum Stöbern gibt!) und ihrem Buch: https://kerstinhack.de/ Lasst euch inspirieren von ihren unverblümten, ehrlichen Worten, die vieles genau auf den Punkt bringen. Ich habe das Gefühl, dass für jeden eine wertvolle Lebenslektion in ihrer Geschichte zu finden ist.

Constanze

(photo by Debora Ruppert)

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Pop oder Flop? – Musikempfehlungen

Gerade eben habe ich viel zu viele Pancakes verdrückt (gesunde, muss ich dazu sagen! Bananen-Haferflocken-Vollkorn-Pancakes, mjammm…) und dabei über ein Thema nachgedacht, welchem ich auf meinem Blog noch nicht so viel Raum gegeben habe: Musik! Neben dem Schreiben ist es eins meiner größten Hobbys – und zwar nicht nur das Machen von Musik, sondern vor allem auch das Hören. Ja, ich würde es tatsächlich als eine meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen bezeichnen, zu Hause die Lautsprecher laut aufzudrehen und eine One-Woman-Dance-Party zu schmeißen. Oder dabei laut singend durch die Wohnung zu wuseln und aufzuräumen. Ganz egal. Musik ist für mich vor allem ein Ventil für Emotionen. Und doch noch viel mehr: Sie ist komplex, spannend, kreativ, anspruchsvoll. Genau deswegen kann es auch nicht jede Musik für mich sein.

Im Geiste sehe ich bereis einige meiner Freunde zweifelnd die Stirn runzeln und ich gebe zu: eine gewisse Berechtigung hat es. Meine Lieblingsgenre ist die Pop-Musik und einige Zeit war ich dafür bekannt, auf typische Girly-Mainstream-Musik zu stehen. Da hatte ich sozusagen meinen Start. (Manchmal werde ich auch „rückfällig“, siehe hier.) Aber mal ehrlich: Das ist nun gut 10 Jahre her. Der Pop-Musik bin ich treu geblieben, doch habe ich mittlerweile die Vielfalt in diesem Genre entdeckt. Heute mag ich Rock-Pop, Indie-Pop, Country-Pop, Jazz-Pop, Accapella-Pop… Ich mag alles in der Pop-Musik, dass etwas besonderes an sich hat. Ein bestimmtes Merkmal, etwas Neues, etwas Kreatives. Und um meinem schlechten Ruf nun endlich ein wenig aufzubessern Und um euch ein wenig daran teilhaben zu lassen, folgen heute drei meiner aktuellen Lieblingskünstler aus dem Pop-Bereich, von denen ich glaube, dass sie dieses „gewisse Extra“ mitbringen:

1.) HAIM

HAIM ist eine Band bestehend aus drei Schwestern, die ich im letzten Jahr entdeckt habe. Ihr aktuelles Album „Something to tell you“ läuft seitdem regelmäßig bei uns zu Hause. Es gehört zu dieser Art Musik, die man jederzeit hören kann. Die Art Album, die ich anmache, wenn ich nicht weiß, was ich sonst hören soll. Sie ist sowohl gut als Hintergrundmusik geeignet als auch zum bewussten Hören. Aus meiner Sicht schaffen das nur wenige Pop-Künstler! Wer keine piepsigen Frauenstimmen mag, liegt hier genau richtig. Die Frontsängerin hat eine angenehme, sanfte Stimme, mit der sie sowohl flottere als auch ruhige Lieder toll interpretiert. Die Musik glänzt für mich vor allem durch interessante Rhythmen und Harmonien in der Mehrstimmigkeit. Dieses Album wird für mich ein zeitloser all-time Favorit sein! Dazu kommt, dass ich das Auftreten und die Ausstrahlung der drei jungen Frauen absolut einzigartig, lässig und natürlich finde. Zum Reinhören in meinen persönlichen Liebling „Little of your Love“ geht’s hier lang. Auch das Musikvideo zu „Want you back“ kann ich sehr empfehlen – simpel, und dennoch unterhaltend.

2.) Tyler Ward

Tyler Ward gehört zu den bekanntesten Popmusikern in der YouTube-Szene. Genau deswegen war ich auch lange Zeit ein wenig skeptisch. Wie alle anderen Musiker, die auf YouTube bekannt werden möchte, begann er seine Karriere mit Covers von bekannten Künstlern. Die waren mir oft nicht spannend genug – es war eben das, was alle gemacht haben. Seit ein paar Jahren überzeugt mich seine eigene, selbstgeschrieben Musik allerdings immer mehr und auch seine Covers finde ich nun kreativer. Er schreibt sehr emotionale Texte und bringt diese authentisch rüber. Seine Musik ist häufig eher akkustisch, allerdings hin und wieder von Rock- und Country-Einflüssen durchzogen. Wer Country-Musik mag sollte mal in seine EP „Yellow Boxes“ reinhören. Sein neuestes Projekt überzeugt mich im Besonderen: Er hat das komplette aktuelle Taylor-Swift-Album „Reputation“ neu interpretiert. Jetzt werdet ihr denken: Jaaaa, Constanze und Taylor Swift, das ist ja klar, dass sie das mag… STOP! Gebt diesem Cover-Album unbedingt eine Chance. Tyler Ward hat etwas ganz Neues daraus gemacht und dem Original dennoch Rechnung getragen. Besonders interessant finde ich „Look what you made do“, aus dem er eine richtig rockige Version gezaubert hat. Auch zu „I did something bad“ gibt es ein Musikvideo. Das komplette Album könnt ihr zum Beispiel bei Spotify anhören. Unbedingt einmal von vorn bis hinten durchhören und laut aufdrehen nicht vergessen!

3.) For King & Country

Was christliche Musik angeht, bin ich interessanterweise besonders anspruchsvoll. Nicht unbedingt, wenn es um die Lobpreismusik im Gottesdienst geht – da kann ich mich anpassen, mich auf den Text konzentrieren oder auch einfach mal schweigend die Gegenwart Gottes genießen. Doch wenn eine christliche CD bei mir zu Hause laufen soll, muss sie so einige Tests bestehen. Das Album „Run wild. Live Free. Love Strong.“ von For King & Country hat sie sofort bestanden! Freunde von mir haben mir das Album vorgespielt und es hat mich durch zwei Aspekte sofort überzeugt: 1. Die Instrumentation ist vielseitig und kreativ. Und auch hier fällt wieder auf, dass ich ein großer Rhythmus-Fan bin. Es wird viel mit Schlagzeug gearbeitet, anderem Schlagwerk wie Glocken und sogar Orgelklängen. 2. Die Texte sind super. Sie sind nicht „ausgelutscht“, einseitig oder etwas, was man schon tausend mal gehört hat. Sie sind ermutigend, aufbauend und sprechen ins Leben. Keine andere christliche Band hat mich bisher so sehr durch Instrumentation, Melodie und Text überzeugt. Und ich behaupte mal ganz wagemutig, dass dieses Album auch denjenigen gefallen kann, die sonst keine christliche Musik hören oder nicht gläubig sind. Die Texte sind verständlich und alltagsnah, da ist für jeden was dabei. Hier geht’s zum Reinhören in meinen persönlichen Favoriten, das Titellied „Run wild. Live free. Love Strong“. Und auch hier wieder: Unbedingt einmal das Album von vorn bis hinten durchhören, laut aufdrehen nicht vergessen!

Was ist momentan euer persönlicher Musik-Favorit? Hat euch eine dieser drei Empfehlungen gefallen?

Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die neue Woche!

Constanze

(Photo by Mark Solarski)

 

Veröffentlicht in Allgemein, Gedanken

Warum ich eine Blog-Pause eingelegt habe

Das Bloggen ist so eine Sache. Eigentlich ziemlich cool. Jeder, der will kann worüber er will seine Meinung kundtun – auf einer überschaubaren Seite, in regelmäßigen Abständen. Für mich ist der Blog eine gute Plattform, um nicht nur für mich selbst zu schreiben. Denn Schreiben, das mache ich sowieso. Und das Leben analysieren, das auch. Im Bloggen kann ich es vereinen und andere an etwas Anteil haben lassen, was mir viel Freude bereitet. Andere Leute können lesen, was ich zu sagen habe oder es lassen. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Soweit so gut…

… bis man in die Perfektionismus-Falle tappt und dieser ganze Plan von Freiheit und Zwanglosigkeit irgendwie nicht mehr aufgeht. Und so ging es mir ein wenig.

Das ist der Grund, weswegen ich einige Wochen nicht gebloggt und mich im Allgemeinen nicht sehr viel auf Social Media-Plattformen bewegt habe. Stattdessen habe ich darüber nachgedacht, warum und wie ich blogge und dabei sind mir einige Dinge bewusst geworden – die nicht nur mit dem Bloggen zu tun haben, sondern meine Herangehensweise und Motivation in vielen Bereichen meines Lebens hinterfragen.

Als ich anfing zu bloggen wusste ich zwar noch nicht genau, in welche Richtung ich thematisch gehen wollte, aber bei einer Sache war ich mir sicher: Ich wollte auf jeden Fall nur darüber schreiben, was mich bewegt – mir also selbst treu bleiben. Wer daran nicht interessiert war, musste es ja nicht lesen. Doch hier liegt der Haken: Wir Menschen wünschen uns Anerkennung für das, was wir tun. Wenn ich also etwas ins Internet stelle, wünsche ich mir eben doch, dass eine gewisse Anzahl von Menschen meine Mühen wahrnimmt. Ich glaube, das ist okay und ein normales Bedürfnis. Doch die Frage ist, was daraus folgt.

Wer mehr Leser für seinen Blog anziehen möchte, muss sich informieren. Viele Leser kommen schließlich nicht über Nacht oder zumindest ist das nicht der Normalfall. Es gibt gewisse Strategien, wie man „erfolgreich bloggen“ kann. Und das zog auch mich in den Bann. Ich informierte mich auf anderen Blogs und verstand immer mehr, wie der Pfad zu einem erfolgreichen Blog in der Theorie aussehen müsste. Ich erkannte, dass das Bloggen – genauso wie etwa das Youtuben – ein ganz eigenes Geschäft ist, eine eigene Szene. Einige Dinge, die dabei immer wieder betont werden sind etwa: „Kenne deine Zielgruppe und sprich sie an.“ „Finde deine persönliche Nische.“ „Schreibe regelmäßig und an festen Tagen.“ „Kommentiere bei anderen Blogs, um dich selbst bekannt zu machen.“ Und so weiter.

Ich fand es faszinierend, wie sehr ein künstlerisches Projekt zu einem strategischen Schlachtplan erweitert werden konnte. Und da ich ein sehr zielorientierter Mensch bin, versuchte ich, diese Strategien ein Stück weit umzusetzen. Doch ich hatte begrenzten Erfolg damit. Nicht, weil diese Strategien nicht aufgehen (ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass sie aufgehen, wenn man dran bleibt), sondern weil ich sie auf Dauer nicht umsetzen konnte.

Zuerst ärgerte ich mich darüber. Ich dachte mir: Warum krieg ich das nicht hin? Warum kann ich nicht regelmäßig bloggen? Warum fällt es mir so schwer, mich mit anderen Bloggern zu vernetzen? Ich gab mir wohl einfach nicht genug Mühe. Ich kam schließlich zu der Schlussfolgerung: „Okay, ich kann so einen Schlachtplan nicht umsetzen. Bloggen ist wohl doch nichts für mich.“

Doch da war der Fehler. Ich hatte begonnen, mich daran zu orientieren, wie andere etwas taten, wie „das“ Bloggen eben so funktionierte. Doch ist „das“ Bloggen auch „mein“ Bloggen? Die eine Art und Weise zu Bloggen gibt es jedoch gar nicht. Diese Art und Weise wird schließlich von den Leuten geprägt, die es tun – niemand hat dafür vorher Spielregeln festgelegt, die alle befolgen müssen. Es haben nur viele Leute herausgefunden, was die besten Strategien sind, um schnell erfolgreich zu werden. Und wer definiert überhaupt, was erfolgreich ist?

Ja, auch ich will erfolgreich sein – und das finde ich nicht verwerflich. Für mich bedeutet Erfolg, dass ich das, was ich liebe und gut kann, einfach so gut wie mir möglich mache. Und an diesem Punkt musste ich umdenken: Diese Art Erfolg kann ich nur auf meine Weise erreichen.

Denn – und hier komme ich zu meiner aktuellen Lebenslektion, die sich nicht nur, aber eben auch, auf das Bloggen bezieht – : mit Fremdbestimmung kann ich nichts anfangen. Wenn ich etwas nicht aus eigener Überzeugung und Entscheidung mache, dann wird das Ergebnis nicht gut oder zumindest nicht so gut, wie es sein könnte. Vielleicht bist du zwar kein Blogger, aber kennst dieses Problem aus anderen Lebensbereichen – etwa in der Schule oder auf der Arbeit? Vielleicht musst du zum Beispiel einen Vortrag über ein Thema halten, dass dir dein Lehrer oder dein Chef aufgedrückt hat, dich selbst jedoch gar nicht interessiert. Kannst du das dennoch motiviert angehen? Vielleicht, aber es ist sicher schwer. Bei mir kommt als Nebeneffekt meistens noch hinzu, dass ich geistig abbaue, wenn ich verzweifelt und ohne Erfolg versuche, etwas gut zu machen, was jemand anderes wahrscheinlich viel besser machen könnte – nämlich jemand, der wirklich davon überzeugt ist. Ich fühle mich dann ein wenig wie in einem Käfig, in den mich irgendjemand eingesperrt hat. Oder vielleicht sogar ich selbst?

Denn das Paradoxe ist, dass ich dazu in der Lage bin, mir diese Fremdbestimmung auch selbst aufzuerlegen. Hatte mich irgendjemand dazu gezwungen, den allgemeinen „Blog-Regeln“ zu folgen? Hatte mich irgendjemand überredet, bestimmte Strategien umzusetzen? Nein. Ich ließ mich fremdbestimmen, obwohl ich das gar nicht musste und nicht einmal bemerkte. Selbstbestimmte Fremdbestimmung sozusagen – verrückt! Und völlig unnötig. Ein Beispiel dafür war, dass ich gedanklich versuchte, mit meinen Themen in eine bestimmte „Szene“ hineinzupassen. Ich wollte herauszufinden, zu welcher dieser vielen Blog-Nischen ich gehörte – irgendeine musste es doch sein! „Christlicher Blog“, weil ich Christ bin? Lifestyle? Mindstyle? Und wenn ja, was genau ist das eigentlich?

Ich bin Constanze. Und deshalb entscheide ich mich auch für den Constanze-Style. Den kenne ich. Ich blogge als Christ über das Leben. Manchmal passt das in eine bestimmte Kategorie, manchmal entspricht das einem bestimmten Trend. Manchmal aber auch einfach nicht. Und dann darf ich trotzdem darüber schreiben. (weitere Gedanken zum Thema „Trends“ gibt es übrigens hier)

Letztendlich wurde meine Blog-Pause mehr als nur eine Pause vom Bloggen. Ich gab mir die Zeit, mich neu zu orientieren. Ich rollte meine Segel ein, um sie danach wieder im richtigen Wind zu setzen. Dieser Antriebswind ist für mich im Endeffekt Gott. Ihm folge ich und niemand anderem. Keinem Social Media-Influencer, Beauty-Guru, Blogger oder was es eben sonst noch gibt. Sicher, ich kann ein Fan von anderen Menschen sein, ich kann mich von ihnen inspirieren lassen – aber niemals bestimmen. Und ich darf mir diese Fremdbestimmung auch nicht selbst auferlegen. Diese Erkenntnis ist befreiend! Und ich entscheide mich immer wieder neu für sie, in allen Bereichen meines Lebens. Probier es auch aus!

Ich werde auch weiterhin beim Bloggen keinen bestimmten Regeln folgen – es kann also gut sein, dass dich nicht jeder Artikel interessieren wird. Aber vielleicht ist ja immer mal wieder etwas dabei. Ich würde mich deshalb freuen, wenn du weiterhin diesem Blog folgst, denn ich liebe es, andere Menschen zu inspirieren und zu ermutigen. Du darfst mir auch gern zurückmelden, was dich besonders angesprochen oder interessiert hat! Feedback regt mich zum Nachdenken an und inspiriert vielleicht sogar weitere Blogartikel.

Vielen Dank für dein bisheriges Interesse! 🙂

Constanze