Veröffentlicht in Persönlichkeit

Wie ich mich mit der Nervosität versöhnte

Mal wieder bereite ich mich auf eine lange Autofahrt vor und mal wieder bin ich furchtbar aufgeregt. Noch lebhaft habe ich die letzte vierstündige Autofahrt im Gedächtnis. Doch ich bin dankbar: Dieses Mal muss ich nicht allein fahren. Dem Navigationsgerät gebe ich eine zweite Chance und das Auto hat mein Schwiegerpapa mit Hilfe der Werkstatt wieder auf Vordermann gebracht. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass unser Karlchen (so heißt unser Auto) nicht mehr Jahrzehnte unter uns weilen wird. Und zugleich frage ich mich, inwieweit ich es mit meinem Umweltbewusstsein vereinbaren kann, ein Auto zu besitzen, wenn ich meist andere Verkehrsmöglichkeiten nutzen könnte. Doch für dieses Wochenende sind die Reifen aufgepumpt und die Batterie ist gewechselt – es kann losgehen.

2018 – das Jahr der Aufregung

Und dennoch bin ich aufgeregt. Ich wusele durch die Wohnung und obwohl ich kaum packen muss, verbringe ich den Großteil des Tages damit. Eigentlich wollte ich auch putzen, doch das rutscht auf der Prioritätenliste nun doch nach unten. „Ich bin so aufgeregt!“, verkünde ich meinem Mann am Abend zuvor und springe hippelig durch sein Arbeitszimmer.

2018 hatte ich inoffiziell unter das Motto „umsetzen“ gestellt. In den Jahren zuvor hatte ich sehr viel über mich selbst nachgedacht und darüber, wohin mich mein Weg beruflich führen sollte. Ich hatte unkonventionelle Entscheidungen getroffen und mich geradewegs in die sogenannte „Quarterlife Crisis“ manövriert. Ich hatte Jobs begonnen und beendet und war für manch einen wohl zum lebenden Beispiel für eine junge Frau in den Zwanzigern geworden, die nichts mit ihrem Leben anzufangen weiß. Und ich gebe zu, aus reiner Erklärungsnot heraus, stellte ich es hin und wieder selbst so dar, obwohl es nicht der Wahrheit entsprach. Zum Jahreswechsel 2017/18 hatte ich das Gefühl, dass sich das viele Nachdenken allmählich ins Umsetzen verwandelte. In gewisser Weise existierte ein Plan, den mein Mann und ich guten Gewissens gemeinsam angehen konnten.

Doch nun, gen Ende dieses Jahres, möchte ich dieses Wort um ein zweites ergänzen: „Aufregung“. Nervosität. Panik. Im Jahr 2018 hat mein Herz schätzungsweise so viele Schläge gezählt wie in dem Jahr, als ich meinen Mann kennen lernte. Immer wieder gab es Anlass für Nervosität. Ich weiß nicht, wie oft ich bei meinem Mann ins Zimmer platzte und verzweifelt quietschte: „Ich bin schon wieder aufgeregt! Wann hört das endlich auf?“

Verschiedene Arten der Aufregung

Es gehört zu meiner Persönlichkeit dazu. Und wenn ich von Aufregung rede, meine ich Nervosität, Angst und alles dazwischen. Ich meine die ganze Bandbreite an Gefühlen, die mich vor einem wichtigen Ereignis durchfluten könnte. Während andere das Leben nehmen, wie es kommt, spiele ich es in Gedanken prophylaktisch durch. Ich weiß, dass es wenig Sinn ergibt und ohnehin vieles anders läuft als gedacht. Ich vergegenwärtige mir auch nicht ausschließlich die negativen Möglichkeiten. Ein großer Teil meiner Aufregungs-Vorbereitung besteht darin, mich neutral jeder Situation zu wappnen. Mein Kopf ist nicht auszuschalten und ich habe begonnen, diesen Zustand zu akzeptieren. Die entscheidende Frage ist, was ich daraus mache.

Noch deutlich habe ich eines meiner Bewerbungsgespräche in den letzten Jahren vor Augen. Ich hatte zuvor furchtbare Angst. Dieser Form der Aufregung konnte ich nichts abgewinnen. Der Job, der mir möglicherweise bevorstand, rief keine Vorfreude in mir hervor. Ich hatte mich beworben, weil es das ist, was man nach dem Studium macht: Man bewirbt sich. Irgendwo. Man will einen Job. Irgendeinen. In dem Moment hatte ich funktioniert, aber mein Herz an der Garderobe abgegeben. Ich wollte beruflich voranschreiten und hatte geglaubt, dies ohne Leidenschaft tun zu können. Daraus resultierte Aufregung, in der ich keinerlei Freude finden konnte.

Diese Art der Aufregung kenne ich ebenso aus meiner Schulzeit. Einen Vortrag über die chemischen Zusammenhänge von Fetten halten, den Citratzyklus vorstellen oder eine Kurvendiskussion erklären? Heute kann ich darüber lachen, aber damals bereiteten mir solche Themen und der Druck, sie vor der Klasse präsentieren zu müssen, eine ähnliche Angst.

Dankbar für positive Aufregung

Wenn ich auf das Jahr 2018 zurückschaue (was ich unverschämterweise bereits im November tue) könnte ich nicht dankbarer für all die ängstlichen Nervositätsmomente sein. All die Momente, in denen mir das Herz aus der Brust sprang und ich unnötig viele Gedanken an bevorstehenden Aktionen, Aufgaben, Reisen oder ähnliches verschwendete. Denn sie hatten, im Gegensatz zu dem Bewerbungsgespräch oder den Vorträgen in der Schule, alle eines gemeinsam. Nachdem ich zu meinem Mann sagte „Ich bin so aufgeregt!“ fügte ich hinzu: „Aber ich freue mich.“

Jedes Mal, wenn mir das bewusst wurde, konnte ich die Aufregung ein kleines bisschen besser ertragen. Sie verwandelte sich in einen hüpfenden, bunten Flummi, der fröhlich und ein wenig unkontrolliert vor sich hin sprang und nicht zu stoppen war. Das „umsetzende“Jahr konnte nicht anders, als diese Aufregung mit sich zu bringen, da ich Dinge umsetzte, die ich liebte. Und so wurde jeder Flummi-Moment zu einem Dankbarkeits-Moment. Jedem Zweifel (‚Ich weiß nicht, ob ich das gut machen werde‘) folgte Zuversicht (‚Aber ich weiß, dass ich das machen soll.‘) Mein Herz schlug schnell, aber es sagte Ja zu all diesen aufregenden Dingen, die ich tat. Es fühlte sich berufen, hin und wieder einen großen Sprung über einen beängstigenden Graben zu wagen. Es fühlte: Gott geht mit.

Mein Ziel ist nicht, ein unentwegt tiefenentspannter Mensch zu werden. Mein Ziel ist, unruhig zu sein bei dem Gedanken an all die Dinge, die ich liebe. Und dann packe ich diese Unruhe und verwandle sie in positive Energie. Energie, die mir hilft, mutig etwas anzugehen, vor dem ich sonst zurückschrecken würde. Ja, ich möchte sogar bewusst nach dieser Unruhe suchen. Sie zu überwinden wird mir helfen, hin und wieder auch die Form von Aufregung am Kragen zu packen, die ausschließlich mit Angst verbunden ist. Denn solche Momente wie damals in der Schule wird es wohl auch weiterhin geben.

Und so fuhr ich voller Unruhe und Freude an diesem Wochenende zu einem Treffen mit anderen christlichen Bloggerinnen. Karlchen spielte mit und ich erlebte die Krönung meiner aufregenden Erlebnisse in diesem Jahr. Ich durfte mich unsicher auf den Weg machen und ermutigt zurückkommen. Ich durfte unruhig und aufgeregt sein, solang ich trotzdem in dieses Auto stieg und mich auf etwas Neues einließ. Etwas Neues, zu dem mein Herz laut und deutlich Ja sagte.

Ich wünsche auch dir, dass du diese Momente findest und vor der Aufregung nicht zurückschreckst. Sag ihr fröhlich hallo. Und dann stürze dich ins Geschehen.

Constanze

Veröffentlicht in Allgemein, Aus dem Alltag, Motivierendes

Dazuzulernen ist nicht immer leicht

Wenn ich Großstädte besuche, habe ich plötzlich das Gefühl, vom Land zu kommen, obwohl das überhaupt nicht stimmt. Es ist für mich so, als würde ich eine ganz eigene Welt und Kultur kennenlernen, auch wenn ich mich nach wie vor in Deutschland befinde. Ist das nicht wunderbar? Um Neues zu entdecken, ist eine weite Reise also gar nicht nötig.

Kurze Städtereisen sind meiner Meinung nach etwas anderes als ein gewöhnlicher Erholungsurlaub am Strand oder in den Bergen. Und so habe ich auch bei unserem Besuch in Hamburg über das Himmelfahrtswochenende wieder einiges über mich gelernt – unter anderem, dass meine Neugier, Neues zu entdecken viel größer ist als ich manchmal denke. Ich möchte das Typische und Untypische einer Stadt kennenlernen. Ich will alte Gebäude sehen und wissen, wie es um der nächsten Ecke aussieht. Ich will erfahren, wer die berühmten Menschen waren, die einen Ort geprägt haben. Und seit ein paar Jahren gehe ich erstaunlicherweise auch ab und zu gern in ein Museum. (Oh Schreck, ich werde wohl erwachsen.) Ich gestehe, ich mag es, mich nach dem Besuch gebildet zu fühlen – als hätte ich auf einmal Allgemeinwissen. Es erstaunt mich zu sehen, wie Leute in anderen Zeiten gelebt haben, was sie bewegte und was das mit uns heute zu tun hat. (Liebe Grüße an meine Geschichtslehrerin.)

Doch was ist, wenn das Interesse fehlt?

Ich habe festgestellt, dass es nicht immer so leicht ist mit dem „Dazulernen“. Dass meine Wissbegier ihre Grenzen hat – nämlich dort, wo es mich überhaupt nicht interessiert. Neues dazuzulernen bereitet (was für eine Überraschung) nicht immer Freude und mein Kopf macht unter Umständen schon im Vorhinein „dicht“. So wie zum Beispiel damals im Mathematik-Unterricht. Ja, ich hatte kein Naturtalent fürs Rechnen, aber das größerere Problem war, dass ich mich mit zunehmender Klassenstufe der ganzen Sache verschloss. Sie interessierte mich nicht und ich wollte mich vor allem nicht dafür interessieren. Unter solchen Voraussetzungen offen für neue Rechenregeln zu sein ist schwierig. In gewisser Weise nahm ich meine etwas schlechteren Leistungen einfach in Kauf. Da ich ansonsten gut in der Schule war, konnte ich es mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber geht das immer so? Man muss doch schließlich nicht alles können… oder?

Klar, ich muss tatsächlich nicht alles können und es ist sicherlich okay, dass ich kein Mathegenie geworden bin. Ich bin ein großer Verfechter von gabenorientiertem Arbeiten. Es begeistert mich zu sehen, was Teams vollbringen können, wenn sich jeder auf seine persönlichen Talente konzentriert. Ich finde es wichtig, Aufgaben sinnvoll zu verteilen und Gaben gezielt einzusetzen. So kann vieles effektiver, erfolgreicher und mit mehr Freude funktionieren.

Doch was ist, wenn es auch ohne Interesse funktionieren muss?

Da habe ich mich mal wieder auf frischer Tat ertappt… Diese Einstellung – Ich will ja nur gabenorientiert sein! – kann auch Faulheit in mir hervorrufen. Manchmal ruhe ich mich tatsächlich darauf aus. „Das ist nicht mein Ding, ich muss das nicht können. Damit beschäftige ich mich gar nicht erst.“ So leicht ist es nicht immer. Und oh wie gern gehe ich solchen Situationen aus dem Weg… Versuche, sie beiseite zu schieben. Hoffe, dass es irgendwie so funktioniert ohne dass ich mich mit dieser lästigen Sache beschäftigen muss, die mich null Prozent interessiert. Insgeheim sehne ich mir jemanden herbei, der es einfach für mich klärt…

Wenn du selbst Blogger oder Website-Betreiber bist dann weißt du wahrscheinlich schon, auf welches Beispiel ich nun hinaus möchte… Jap, die DSGVO. Das neue Datenschutzgesetz. Auch bei mir. Leider habe ich den schwerwiegenden Fehler begangen und diese ganze Sache lange Zeit nicht ernst genommen. „Ich bin doch nur ein kleiner, unwichtiger Blogger. Kann ja nicht sein, dass ich mich auf einmal mit irgendwelchem technischen, datenschutzrechtlichen Kram auseinandersetzen muss.“ Doch ich durfte nun feststellen, dass es nicht so leicht ist.

Technischen Angelegenheiten gehören zu genau jenen Dingen, für die ich nur schwer Interesse aufbringen kann. Ich verstehe außerdem kein Wort Internet-Jargon. Und ebenso wie damals im Matheunterricht wollte ich es bisher auch überhaupt nicht verstehen. Ich glaubte, dass ich das nicht müsste. Ich war froh, mein kostenfreie WordPress-Seite erstellt zu haben und wollte mich nur auf das Schreiben konzentrieren. Gabenorientiertes Arbeiten eben, oder? Folgender Wahrheit wollte ich nicht ins Auge sehen: Wer einen Blog betreiben will, muss sich mit mehr auseinandersetzen als nur mit dem Schreiben. Und an aktuelle Datenschutzgesetze muss ich mich eben auch halten.

Was ich jetzt schon dazugelernt habe…

Wenn ich etwas möchte, dann muss ich mich allumfassend damit beschäftigen. auch wenn das nicht immer Spaß macht. (Klingt wie eine Lektion aus der Kindheit, oder?) Da kann ich noch so oft davon reden, dass es nicht zu meinen Fähigkeiten gehört: Ich muss mich für neue Welten öffnen. Kann ja versuchen, es mir so vorzustellen wie den Besuch einer neuen Großstadt…

Und: Es ist möglich! Ich kann mir Dinge aneignen, für die ich mich nicht interessiere. Schritt für Schritt, ohne in Panik zu verfallen. Ich werde anfangen, die Internetsprache zu verstehen, herausfinden was genau „https“ bedeutet, was eine Datenschutzerklärung beinhalten muss und so weiter. Dabei muss ich ganz unten anfangen, meinen Schweinehund überwinden und die ersten kleinen Schritte wagen. Aber das ist okay.

Was sich hier verändern wird…

Ehrlich gesagt weiß ich noch nicht ganz genau, was sich nun verändern wird, da ich mich eben noch nicht allumfassend damit auseinandergesetzt habe. Ich werde dies so bald wie möglich tun. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass ich es bis zum Inkrafttreten des Gesetzes am 25.05. nicht schaffen werde. Es ist somit möglich, dass ich meinen Blog für kurze Zeit der Öffentlichkeit nicht zugänglich machen kann. Keine Sorge: Ich werde zurückkommen! Bitte gebt mich nicht auf. 🙂 Ich werde mein Bestes geben, um die nötigen Maßnahmen so schnell und gut wie möglich umzusetzen. Hinweisen kann ich bereits darauf, dass ich höchstwahrscheinlich die Kommentarfunktion und das Kontaktformular schließen muss und es in Zukunft nicht möglich sein wird, meinem Blog per E-Mail zu folgen. Das ärgert mich sehr… Es ist jedoch notwendig, da ich eine kostenfreie WordPress-Version nutze, bei der bestimmte notwendige Anpassungen für die neuen Datenschutzregelungen nicht umsetzbar sind. (Von dieser kostenfreien WordPress-Version auf eine andere umzusteigen ist ebenso eine Möglichkeit für mich. Aber ihr müsst mir Zeit geben, denn ihr wisst ja: Noch bin ich ein frisch angekommener Tourist in dieser Welt.)

Deshalb möchte ich euch noch einmal verstärkt auf meine facebook- und Instagram-Seite hinweisen. Unter folgenden Namen bin ich zu finden:

  •  facebook: Life Untangled
  •  Instagram: Life_Untangled

Dort könnt ihr mir nach wie vor Kommentare hinterlassen, mit mir in Kontakt treten und mich auch dann verfolgen, wenn ich für eine Zeit lang nicht auf meinem Blog zu finden bin. Eine E-Mail könnt ihr mir außerdem weiterhin an: untangledforyou@gmail.com schreiben.

Ich freue mich, wenn ihre diese Möglichkeiten nutzt!

An dieser Stelle einen großen Dank an alle Blogger, durch die ich auf diese notwendigen Maßnahmen aufmerksam geworden bin und die mich mit reichlich Informationen versorgen.

Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt und möchte lernen, mich meinen Unsicherheiten gegenüber bestimmten Gebieten zu stellen. Mir Wissen auch in solchen Bereichen anzueignen, denen ich früher nicht über den Weg getraut hätte. Welchen Bereich gibt es in deinem Leben, den du lieber ausklammerst? Lass dich ermutigen, den ersten kleinen Schritt zu wagen. Es ist möglich!

Constanze

 

Veröffentlicht in Gedanken, Glauben, Persönlichkeit

Die gesunde Mitte… oder: Wie bleibe ich fest im Sattel sitzen?

Was für ein frustrierender Abend!, denke ich. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, noch irgendetwas Produktives zu machen. Etwas für meinen Blog oder Sport oder diese eine E-Mail, die ich schon längst hätte schreiben müssen. Stattdessen komme ich später nach Hause als gedacht und kämpfe eine geschlagene Stunde gegen den Laptop an, der sich nicht aufladen lässt, weil alle Kabel nicht funktionieren. Jetzt liegen hier drei verschiedene Kabel und Netzteile herum. Der Anblick macht mich ganz verrückt. Und nun ist es schon so spät, dass ich ins Bett muss, weil es morgen wieder früh los geht. Toll.

Zum Glück ist mein Mann für ein kleines Krisengespräch zu haben (und natürlich auch für die Lösung des Laptop-Kabel-Problems). Ich erzähle ihm, dass ich frustriert darüber bin, dass ich meine Vorhaben nicht einhalten kann. Heute geht es mir dabei um meinen Blog. (Aber die gleiche Problematik kann sich ebenso um andere Vorhaben in meinem Leben drehen – Setz hier einfach das ein, was dich beschäftigt und manchmal stresst.) Vor einigen Monaten hatte ich mir fest vorgenommen, mindestens einmal in der Woche, am Donnerstag, etwas zu posten. Eine Zeit lang ist mir das sehr gut mit wenigen Ausnahmen gelungen. Ich hielt es für eine gute Idee, weil ich meinen Blog zu einer Priorität machen und eine gewisse Disziplin einkehren lassen wollte.

Nun ist es mir drei Wochen lang nicht gelungen, meine Donnerstags-Deadline einzuhalten. Ich ärgere mich über mich selbst und frage meinen Mann, ob es denn überhaupt Sinn macht, sich Vorhaben zu setzen. Wenn ich mit irgendeiner Sache voran kommen und mich weiterentwickeln möchte sind Vorhaben doch nötig, oder? Aber wenn ich sie nicht konsequent einhalten kann… was bringt das schon? Seine Antwort ist simpel und eigentlich logisch: „Vorhaben sind schon sinnvoll, aber es ist eben nicht so schlimm, wenn es mal nicht klappt.“ Und genau hier liegt mein Problem.

Ich scheine manchmal nicht die gesunde Mitte zu finden, sondern auf einer Seite des Pferdes herunterzufallen. (Hier habe ich bereits ein wenig darüber geschrieben.) Da ist die eine Seite, die produktive: Ich bin begeistert von etwas. Ich habe eine Idee. Ich lege los. Ich habe Spaß dabei und komme voran. In diesen Zeiten blühe ich auf und fühle mich so richtig lebendig. Meine Vorhaben sind ein wenig überambitioniert, aber das bemerke ich nicht. Doch dann kommt er plötzlich, der Einbruch: Aus irgendeinem Grund komme ich nicht so diszipliniert voran wie am Anfang. Vielleicht habe ich weniger Zeit oder ich fühle mich nicht so gut. Ich halte eine mir selbst gesetzte Deadline nicht ein oder bin nicht so schnell, wie ich es mir wünsche – und plötzlich steht alles still. Es gibt nicht nur eine kurze Pause, einen kleinen, verschmerzbaren Durchhänger. Ich bin so frustriert, dass ich die Sache komplett hinterfrage. Dann bleibt es beispielsweise nicht nur bei der einen Woche ohne Blogpost. Aus dem kleinen Inspirationsloch wird ein ganzes Gedankenkarusell: „Warum mache ich das eigentlich? Sind alle anderen nicht eh besser? Dieser Blogger postet doch auch jede Woche etwas! Ich muss dran bleiben, sonst kann ich gleich aufhören.“ Ich bin auf der anderen Seite des Pferdes heruntergefallen. Und die Inspiration für neue Ideen ist noch tiefer in den Keller gesunken. Diese gedankliche Barriere geschieht mir nicht nur beim Bloggen. Es sind immer mal andere Bereiche meines Lebens, in denen ich mich zu sehr unter Druck setze und nicht die gesunde Mitte finde.

Die große Frage ist: Warum mache ich das?

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung. Klar, wenn ich ein wenig in der Vergangenheit wühlen würde, könnte ich vielleicht eine passable Antwort finden. Oder in diversen Persönlichkeitstest. Perfektionismus hat sicherlich eine Menge damit zu tun. Angst, zu versagen. Das Bestreben, Anerkennung zu finden durch das, was ich tue. Vergleiche mit anderen, die Ähnliches tun. Die Ungewissheit, ob ich mein Ziel jemals erreichen kann. Okay, vielleicht habe ich eine kleine Ahnung, warum… Auffällig ist auch, dass dieses Problem nur meine selbstgesetzten Ziele betrifft. In der Schule zum Beispiel habe ich gehorsam meine Soll’s erfüllt und kein Problem damit gehabt, Abgabetermine einzuhalten. Doch sobald ich mit dem Herzen bei einer Sache bin, steigt die Motivation ebenso wie die Versagensangst. Angst zeigt in diesem Fall, dass mir etwas wichtig ist. Die Frage, die also noch größer ist, lautet:

Was mache ich damit?

Was mache ich mit dieser Barriere, die ich mir regelmäßig selbst in den Weg stelle, obwohl ich ganz locker mit meinen Zielen und Vorhaben umgehen könnte? Wo ist sie, die gesunde Mitte: produktives Vorangehen ohne mich selbst unter Druck zu setzen und mich von meiner Versagensangst lähmen zu lassen?

Ich glaube, ich finde diese gesunde Mitte nicht in mir selbst, denn ich selbst stehe mir ja im Weg. Ich selbst bin es, die mich unter Druck setzt und mich mit anderen vergleicht. Das macht niemand anderer. Ja, ich kann meine Gedanken in gewisse Richtungen lenken und kontrollieren. Aber ehrlich gesagt: meine Gedanken gleichen manchmal einer ungezähmten Herde an Pferden, die wild durch die Gegend galoppiert…

Und das führt mich zu der Frage: Was genau bedeutet es, Gott zu vertrauen? Denn es ist schnell gesagt: „Ich vertraue darauf, dass Gott alles gut machen wird.“ Aber was bedeutet es, das zu leben? Da habe ich noch einiges zu lernen. Besonders dann, wenn ich mich zu sehr unter Druck setze. Vertraue ich wirklich in Gott, wenn ich in tiefe Frustration verfalle, nur weil ich es ein paar mal nicht geschafft habe, eine selbst gesetzte Deadline einzuhalten? Müsste dieses Vertrauen nicht auch beinhalten, dass ich daran glaube, dass Gott mich aus meiner Unproduktivität wieder herausholen kann? Nur weil ich unproduktiv bin bedeutet es nämlich nicht, dass ich das falsche Ziel verfolgt habe. Es bedeutet nicht, dass ich versagt habe und die Sache hinschmeißen kann. Gott ist nicht von meiner Menge an Inspiration abhängig. Darauf kann ich vertrauen.

Bedeutet dieses Vertrauen also, dass ich Gott alles machen lasse und mich zurücklehne? Da ist er: Der Trugschluss. „Okay, Gott, ich sehe nun, dass ich das allein nicht gebacken kriege. Jetzt mach du mal und ich geb es erst einmal auf.“ Das ist kein Vertrauen. Denn dahinter steckte ein: „Ich habe keine Lust mehr. Ich habe Angst. Ich lasse es lieber gleich.“ Wenn ich gar nicht erst in Bewegung bin, habe ich auch nichts, das ich Gott anvertraue. Wenn ich komplett aufhöre zu schreiben, nur weil ich an einem Donnerstag nichts gepostet habe, bringt mich das nicht weiter.

Wie also bleibe ich fest im Sattel sitzen?

Es gibt drei Punkte, die ich mir erneut bewusst machen möchte:

  1. Gott wird mich ans richtige Ziel bringen. Er lässt mich nicht einfach vor die Wand rennen oder eine Schlucht herunterfallen. Er sieht meine Träume und Herzensanliegen. Er sieht meine Motive und weiß, was gut ist. Er kennt das richtige Timing. Darauf darf ich vertrauen. Egal, ob mir Inspiration, Zeit oder Lust fehlt. Das ist mein Fundament, auf dem ich aufbaue. Der bequemste Sattel, in den ich mich setzen kann.
  2. Ich gebe das, was ich habe. Schritt für Schritt. Nicht mehr und nicht weniger. Simpel, oder? Und doch ist es manchmal so schwer. Menschen sind zu oft versucht, sich zu verausgaben und auszubrennen – oder in Lethargie zu verfallen, aufzugeben und zu resignieren. Keiner dieser beiden Zustände ist gesund. Doch wenn ich Gott Schritt für Schritt das zur Verfügung stelle, was ich jetzt gerade habe (die Zeit, die Kraft, die Ideen), kann er den Rest machen. Dann kann er genau das vollbringen, was das beste ist. Ja, er kann sogar Dinge vollbringen, die ich vorher nicht für möglich gehalten habe.
  3. Meine Schritte dürfen klein, machbar und konkret sein. Sie dürfen es nicht nur, sie sollten es sogar. Nur so kann ich sicherstellen, dass ich mich nicht selbst überfordere und trotzdem in Bewegung bleibe. Besonders gut tut es mir außerdem, wenn ich diese Schritte mit anderen bespreche. Projekte, die ich gemeinsam mit anderen angehe sind interessanterweise eher selten von meinem Problem, mich selbst unter Druck zu setzen, betroffen. Ich bleibe dabei nämlich nicht nur in meinem eigenen Kopf, sondern erarbeite realistische Ziele gemeinsam mit anderen. Gutes Teamwork ist genial! Und wenn ich etwas allein erreichen möchte, habe ich dennoch ausgewählte „Berater“ an meiner Seite.

Und zu guter Letzt noch einmal: Vorhaben sind okay. Ja, wirklich! Sie können uns fördern und voranbringen. Doch wenn Gott mir leise zuflüstert, dass diese Woche etwas anderes höhere Priorität hat als mein Blog-Beitrag dann ist das schlicht und ergreifend auch okay. Gott möchte, dass ich frei bin und mich von nichts versklaven lasse. Auch – ja besonders – nicht von mir selbst.

Constanze

(Photo by Sean Pollock)

Veröffentlicht in Gedanken, Motivierendes

„Trau dich“ – Blogparade

Sich trauen – ein Thema, das mich sofort angesprochen hat, als ich Julias Artikel auf ihrem Blog Goldenmelancholy gelesen habe. Sie hat zu einer Blogparade aufgerufen, in welcher wir unsere „Trau dich“-Momente teilen sollen. Solche Momente, in denen wir unsere Komfortzone verlassen mussten. Da nehme ich gerne teil! Mehr zu der Blogparade findet ihr hier.

Es gibt unzählige Momente in meinem Leben, in denen ich das Gefühl hatte, mich „trauen zu müssen“. Das liegt wohl daran, dass ich vor unzähligen Dingen Angst habe und meine Komfortzone oft wahrhaft gemütlich ist. Ich bin froh, dass ich irgendwann zu dem Wendepunkt kam, an dem ich verstanden habe, dass ich mich ab und zu brutal über die Grenzen dieser Zone schubsen muss, um zu wachsen, weiterzukommen und Ängste abzubauen.

Einer dieser vielen Momente war der, als ich das erste Mal allein fliegen musste. Das mag banal klingen, ist aber sehr repräsentativ für so viele „Trau dich“-Momente in meinem Leben:

Es war ursprünglich nicht geplant gewesen, dass ich allein fliegen würde. Eigentlich wollte ich die Reise gemeinsam mit einer Freundin antreten. Wir wollten eine weitere Freundin in einem anderen Land besuchen. Ein paar Monate vor der Abreise stellte sich jedoch heraus, dass sie doch nicht mitkommen konnte und mein instinktiv erster Gedanke war: ‚Die Reise fällt ins Wasser. Das wird dann wohl nichts.‘ Es brauchte eine Weile, bis ich überhaupt erst auf die Idee kam, dass ich auch allein fliegen könnte. Doch der Gedanke schien so abstrus! ‚Ich – allein – in ein Flugzeug – in ein anderes Land.‘ Zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben war eine Zugreise durch Deutschland schon beängstigend genug. Doch da war er glücklicherweise wieder: Dieser Moment, in dem ich wusste, dass ich zwar unglaubliche Angst davor hatte – aber dass ich mich selbst um das Glück eines schönen Erlebnisses, in diesem Fall eines schönen Urlaubes, berauben würde, wenn ich mich nicht trauen würde. Also traute ich mich. Ich gab mir selbst einen Schubs aus meiner Komfortzone und buchte den Flug.

Ich glaube, dass es ganz egal ist, wie schwerwiegend und relevant diese Momente erscheinen, in denen wir unseren Ängsten entgegentreten. Vielleicht sind es in den Augen anderer nur ganz kleine Ängste. Für manche mag es kein Problem sein, allein zu reisen. Für mich ist es jedes Mal mit Anspannung verbunden: Werde ich die Züge und Flüge pünktlich erreichen? Wie finde ich meinen Schalter? Wo ist mein Gepäck, wenn ich umsteige? Muss ich wirklich fremde Leute ansprechen, wenn ich mich nicht zurechtfinde? … All solche Fragen und noch viele mehr schwirren mir unwillkürlich im Kopf herum. Ich bin ein Planer-Typ und wenn ich nicht alles im Vorhinein unter Kontrolle haben kann, muss ich manchmal mehr als dreimal tief durchatmen. Doch das Gute ist: seitdem ich es einmal getan habe, sind diese Stimmen der Unsicherheit leiser geworden. Sie sind immer noch da, aber wenn sie zu laut werden, erinnere ich mich daran, dass ich es schon einmal geschafft habe.

Ich bin also seitdem noch mehrmals allein geflogen. Ich hatte immer wieder Respekt davor, aber es fiel mir immer leichter, es dennoch einfach zu tun – denn wenn ich es nicht getan hätte, hätte ich mich um mehrere schöne Reisen gebracht. Und so ist es mit allen „Trau dich“-Momenten in meinem Leben. Ich habe keine Lust mehr, mich meiner eigenen Ziele und Vorhaben zu berauben, nur weil der Weg dahin mir Angst macht und unmöglich erscheint. Was unmöglich erscheint, ist für jeden etwas anderes. Aber ich möchte dich ermutigen, den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Und wenn etwas dann doch nicht funktioniert, wirst du im richtigen Moment Lösungen finden. Vorher Lösungen für alle potenziellen, bisher noch nicht existierenden Schwierigkeiten auszuloten ist ein unmögliches Unterfangen. Ich habe es häufig versucht, aber oft führte das leider dazu, dass ich mich dann doch nicht traute.

Deine Komfortzone ist sicherlich gemütlich und ein Rückzugsort, den du dir beibehalten solltest. Aber auf Dauer wird es dort bestimmt langweilig. Also ab ins kalte Wasser! Niemand sagt, dass du dich dort immer aufhalten musst, aber eine kühle Erfrischung hin und wieder belebt ungemein. 🙂

Ich würde mich freuen, von deinen Momenten zu erfahren, in denen du den Schritt aus der Komfortzone gewagt hast. Waren es wichtige Veränderungen in deinem Leben, kleine Momente und Begegnungen oder vielleicht sogar „nur“ ein Gedanke? Ich bin gespannt.

Constanze

(photo by Tim Gouw)

Veröffentlicht in Gedanken

Entscheide dich – oder lieber nicht?

Ich glaube, das Leben besteht zu einem großen Teil aus Entscheidungen.

Nein, ich meine nicht die Entscheidungen, denen wir uns täglich vorm Kleiderschrank oder hin und wieder an der Eisdiele aussetzen. Ich meine die, die unser Leben prägen und uns in bestimmte Richtungen lenken. Und ich glaube, dass wir viel zu oft vor diesen Entscheidungen zurückschrecken und dadurch Chancen verpassen.

Ja, das sagt sich leicht – oft weiß ich nicht einmal selbst, wo hinten und vorn ist. Im heutigen Zeitalter der Flexiblität und Ungebundenheit scheint es auch kein Trend mehr zu sein, sich bewusst für etwas zu entscheiden. Denn damit legt man sich schließlich auf etwas fest – und das könnte unweigerlich nachhaltige Auswirkungen auf unser Leben haben. Das erscheint beängstigend und widerspricht oft unserem Zeitgeist der Spontanität. Wie ich darauf komme? Für heutige Verhältnisse war ich noch sehr jung, als mein Mann und ich vor anderthalb Jahren geheiratet haben. Auch kannten wir uns „erst“ zwei Jahre lang und selbst heute werde ich dafür manchmal noch mit großen Augen angeschaut. Das macht mir im Prinzip nichts aus. Im Gegenteil, ich freue mich, wenn Leute ihr Erstaunen ausdrücken und im besten Fall auch verbalisieren, anstatt mit einem dezenten „oh – okay“ und einem vielsagenden Blick das Thema abtun.

Solch ein ehrliches Gespräch führte ich vor kurzem mal wieder und es brachte mich zum Nachdenken darüber, wie sehr Entscheidungen mein Leben beeinflussen – vor allem eben die, die wir bewusst treffen müssen und die dadurch etwas beängstigend sein können. Denn unser Leben ist auch voll von unbewussten Entscheidungen, die häufig darauf zurückzuführen sind, wie wir geprägt wurden. Ich glaube beispielsweise prinzipiell, dass mir ein Mensch nichts Böses antun möchte, wenn ich ihn kennenlerne. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mir selten jemand etwas wirklich Schlimmes angetan hat. Ich entscheide also unbewusst, an das Gute im Menschen zu glauben. Aber auf diese Entscheidung hatte ich nicht wirklich einen Einfluss.

Es sind die bewussten, oft nachhaltig prägenden Entscheidungen, auf die wir Einfluss haben und mit denen wir unser Leben konkret gestalten können. Sie bieten somit wunderbare Möglichkeiten! Welche könnten das bei dir sein?

Für mich war das zum Beispiel der Entschluss, mein Leben mit Gott zu leben oder eben der, zu heiraten. Entschlüsse, die große Auswirkungen haben und mit denen man oft auch aneckt. Denn viele Menschen glauben zum Beispiel, dass eine Ehe im jungen Alter gefährlich ist, da man sich noch viel verändern und den Schritt später bereuen könnte. Eine so wichtige Entscheidung schon so früh und so schnell zu treffen, scheint unreif. Doch ich möchte behaupten, dass es in vielen Fällen genau das Gegenteil ist. Dadurch, dass es eine gut überlegte Entscheidung war, zu heiraten, hat diese auch eine Macht, welche oft unterschätzt wird. Ich habe mich aus freien Stücken und aus eigenen Überlegungen heraus auf etwas festgelegt. Dies hat positive Auswirkungen: Es schenkt mir Sicherheit und Klarheit und die Möglichkeit, mich auf diesem eingeschlagenen Weg frei zu entfalten. Denn eine getroffene Entscheidung gibt mir Selbstbewusstsein und macht mich weniger anfällig dafür, lediglich Trends und aktuellen Lifestyles zu folgen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht für frühe Ehen „werben“. Es ist viel mehr nur ein Beispiel aus meinem eigenen Leben, wie positiv sich Entscheidungen auswirken können. Oft haben wir Angst, dass eine große Entscheidung uns quasi kontrollieren und zu etwas drängen könnte, was wir nicht wollen. Vielmehr ist es jedoch so, dass, wenn wir Entscheidungen aus eigenen Überzeugen fällen, wir auch diejenigen sind, die den eingeschlagenen Weg bewusst beschreiten und gestalten.

Vor kurzem habe ich wieder einen solchen Entschluss getroffen, der bei einigen Menschen auf Unverständnis traf. Er war eben nicht so ganz konventionell und üblich. Ich hatte lange darüber nachgedacht, abgewogen, mit Leuten gesprochen, Alternativen in Betracht gezogen. Aber im Endeffekt wusste ich, dass es der richtige Weg für mich war, also setzte ich ihn in die Tat um. Dabei habe ich nicht unbedingt den leichtesten Weg gewählt, auch nicht den rational betrachtet Sinnvollsten. Aber es war die Entscheidung, die am besten zur mir passte. Hätte ich es nicht getan, hätte mich diese Unentschlossenheit und das ständige Für und Wider, der ständige Wechsel von positiven und negativen Gefühlen, noch lange geplagt. Doch die Entscheidung hat mich frei für neue Wege gemacht.

Ich glaube, dass wir keine Angst davor haben sollten, große Entscheidungen zu treffen. Nicht immer bedeutet das, dass wir sofort einen riesen Sprung wagen müssen, aber dass wir anfangen, viele kleine Schritte auf ein konkretes Ziel zuzugehen. Zeiten der Ungewissheit und Unklarheit gibt es immer, doch ich persönlich höre immer wieder diese innere Stimme, die mir sagt, wenn es so weit ist, einen Weg bewusst einzuschlagen.

Ich möchte auch dich dazu ermutigen, vor solchen Entscheidungen nicht zurückzuschrecken. Sie engen nicht ein – sie bringen uns voran! Oft bedarf das einer großen Portion Mut, aber meistens fühlt es sich danach ziemlich gut an.

Constanze

(photo by Clem Onojeghuo)